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Zieles mit Freuden begrüssen; aber ich bekenne ebenso offen, liassdies eine Angelegenheit von ausserordentlicher praktischer Bedeutungist, und dass infolgedessen in dieser Frage in erster Linie diepraktischen Apotheker gehört weiden muss. Ein Mittelweg würdesich aber insofern einschlagen lassen, als die Zulassung zur Prüfungals Regierungsapotheker den Besitz eines Reifezeugnisses voraus-setzen müsste. Die Entscheidung über diese zuletzt aufgeworfenenFragen müssen selbstverständlich der Zukunft vorbehalten bleiben,und ich gebe mich in dieser Beziehung der Hoffnung hin, dass dieStandesvertretung', welche Preussen als führender Staat im DeutschenReiche in letzter Zeit im Apothekerrat und in den Apothekerkammernerhalten hat, zur Lösung derselben das Ihre beitragen wird. Dassauch die oberste Verwaltungsbehörde dieses Staates gewillt ist,unseren Wünschen Rechnung zu tragen, dafür legt die Berufungeines Apothekers als pharmaceutischer Assessor in das Kultus-ministerium Zeugnis ab. Die Persönlichkeit, auf welche diese Wahlgefallen ist, bietet uns alle Gewähr, dass die Angelegenheiten desStandes bei dieser Behörde ohne Rücksicht auf das Parteiwesen inzielbewusster und umsichtiger Weise vertreten werden.
Meine Herren! Ich bin am Ziele meiner Ausführungen undhabe Sie in Gedanken einen weiten Weg geführt. Fast muss ichfürchten, dass ich Ihnen den Pfad, der zum Ziele unserer Wünscheführen soll, als allzu mühevoll geschildert habe. Aber vergessenwir nicht, dass unermüdliche Thätigkeit und treue Pflichterfüllungvon alters her die schönsten Zierden unseres Berufes waren. Kaumein anderer Stand hat Gelegenheit, die Wahrheit des Dichterwortes:„Nichts gab die Mutter Natur den Menschen ohne emsige Arbeit''in dem Masse kennen zu lernen, als der unsrige. Ich habe michabsichtlich bemüht, bei meinen Ausführungen nur wirklich Erreich-bares als begehrenswert hinzustellen. Nur am Schluss habe ich aufZiele hingewiesen, die in fernerer Zukunft liegen. Aber die Wünsche,auch sie zu erreichen, können nicht als aussichtslos gelten, da sie vonhervorragenden Fachgenossen, denen eine eingehendere Kenntnis derpharmaceutischen Verhältnisse und eine reichere Erfahrung zur Seitestehen, als mir, wiederholt ausgesprochen und als erfüllbar anerkanntwurden. Lassen Sie uns deshalb dort allen Egoismus und alleParteizwistigkeiten abthun, wo es sich darum handelt, grosse,für den gesamten Stand wertvolle Vorteile zu erlangen, und lassenSie uns diese Ziele mit eiserner Beharrlichkeit verfolgen. Nur derStand geht zurück, welcher sich selbst aufgiebt, und was derjenigezu erreichen vermag, der seine Persönlichkeit voll und ganz ein-setzt, das lehrt uns täglich das Beispiel jenes kleinen aber tapferenBurenvolkes, welches den Kampf mit einem mächtigen Weltreich auf-