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fallenden Pharmacjestudierenden beträgt ca. 55, ist also gewiss nichtzu klein, — so würde damit viel, sehr viel gewonnen sein. Diesen25 Institutsvorständen müsste es gelingen, nicht nur die wissenschaft-liche Pharmaeie in der oben angedeuteten Weise zu fördern, sondernauch die praktischen Apotheker in ihren Bestrebungen wirksam zuunterstützen. Nach demjenigen zu urteilen, was uns die Geschichteder Pharmaeie in den letzten 30 Jahren gelehrt hat, dürfen wirleider auch von der Zukunft nicht allzuviel hoffen, aber trotzdemwollen wir die Hände nicht in den Schoss legen.
Schon früher hat das Präsidium des Deutschen Apotheker-Vereins bei den Regierungen der Bundesstaaten die Errichtungneuer Professuren für pharmaceutische Chemie beantragt, leiderohne genügenden Erfolg. Inzwischen haben sich aber die Zeitengeändert, die wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands haben inden letzten beiden Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung ge-nommen. Ein Volk, welches für den Bau eines einzigen Panzer-fahrzeuges dieselbe Summe auszugeben vermag, wie für den Unter-halt seiner sämtlichen Universitäten, muss auch die Mittel finden,den berechtigten Forderungen eines Standes Rechnung zu tragen,dessen wissenschaftliehe Ausbildung für die öffentliche Gesundheits-pflege von so grosser Bedeutung ist. Lassen Sie uns deshalb dieseAnträge von neuem stellen mit besonderem Hinweis auf die in-zwischen fast verdoppelte Zahl der Pharmaciestudierenden!
Eine Freude ist uns ja in der letzten Zeit schon insofern zuteil geworden, als an der Universität Berlin ein pharmaceutisch-chemisches Institut errichtet wird. Die Vorbereitungen zum Baudesselben verdanken wir in erster Linie dem Lehrer der Pharmaeiean dieser Hochschule, unserem liebenswürdigen Herrn Vorsitzenden.Seinen Bemühungen ist es gelungen, den Bau so zweckmässig undvielseitig zu gestalten, dass die Pharmaeie stolz sein darf, einesolche Heimstätte an der ersten Universität Deutschlands ihr Eigenzu nennen. Mögen die Hoffnungen in Erfüllung gehen, die wir allein die wissenschaftliche Thätigkeit in diesem Institut setzen und mögedieser Bau den Anstoss zur Errichtung weiterer pharmaceutisch-chemischer Institute im ganzen Deutschen Reiche geben!
Die Verwirklichung dieser Hoffnung wird in erster Linie davonabhängen, mit welchem Nachdruck wir unsere berechtigten For-derungen bei den Bundesregierungen zu vertreten vermögen. Leiderbesitzen wir nicht eine so weitgehende Standesvertretung wie dieÄrzte: aber auch hier würde Wandel geschaffen werden können,wenn ein vor längerer Zeit in pharmaceutischen Kreisen viel be-sprochener Vorschlag, fürden damals auch Theodor Poleck, ErnstSchmidt, Carl Jehn, Theodor Pusch u. A. lebhaft eingetreten