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Die Aufgaben der heutigen wissenschaftlichen Pharmacie : Vortrag, geh. auf der Hauptversammlung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft im Hofmann-Haus zu Berlin am 14. Dezember 1901
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ein noch weitergehendes Interesse entgegenbringen, finden auf zweigrossen Jahresversammlungen Gelegenheit, ihre Erfahrungen mitzu-teilen und in persönlichen Verkehr mit ferner wohnenden gesinnungs-verwandten Fachgenossen zu treten. Diese beiden Versammlungen,die Hauptversammlung des Deutschen Apothekervereins und dieJahresversammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte, ergänzensich in der glücklichsten Weise. Während der Hauptzweck derersteren darin besteht, eine Aussprache und Beschlussfassung derFachgenossen über praktische Standesfragen herbeizuführen, und diewissenschaftlichen Bestrebungen in einem oder zwei grösseren Vor-trägen ihren Ausdruck finden, soll auf der Naturforscherversammlungin der AbteilungPharmacie und Pharmakognosie" vornehmlich diewissenschaftliche Seite unseres Standes gepflegt werden. Wenn auchder Besuch dieser Abteilung und die Zahl der Vorträge im Vergleichzu anderen Sektionen in den letzten Jahren recht befriedigend waren,'so könnte dieselbe doch ein ganz anderes Ansehen gewinnen, wennbesonders die praktischen Apotheker dieser Versammlung ein weiter-gehendes Interesse entgegenbringen wollten. Man darf ja den Ein-druck nicht unterschätzen, den eine zahlreich besuchte und vorallem mit gediegenen Vorträgen unterstützte Abteilung bei den Be-suchern der Naturforscherversammlung hervorruft. Ausserdem sindgerade dort diejenigen Kreise versammelt, auf deren Urteil es unsbesonders ankommen muss: die wissenschaftlichen Vertreter derNaturwissenschaften und Medizin und die praktischen Arzte.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich einen Antrag zur Sprachebringen, den ich in Gemeinschaft und im Einverständnis mit einergrösseren Zahl von F'achgenossen bei der Geschäftsführung derNaturforscherversammlung einbringen will und der dahin geht, dieAbteilung Pharmacie und Pharmakognosie, welche jetzt dieletzte Abteilung in der medizinischen Hauptgruppe bildet,der naturwissenschaftlichen Hauptgruppc anzugliedern. Indem Programm der wissenschaftlichen Verhandlungen würde sie dannam zweckmässigsten hinter der AbteilungAngewandte Chemie" als6. Abteilung aufzuführen sein. Wenn auch die Pharmacie im innigenZusammenhange mit der praktischen Medizin steht, so verlangendoch vor allem ihre Beziehungen zur Chemie und Botanik einenAnschluss an die Naturwissenschaften. Dadurch, dass unsere Ab-teilung äusserlich an diese angegliedert wird, muss auch der innereZusammenhang gefestigt werden. Denn den Naturwissenschaftlernwird auf diese Weise die Beteiligung an unseren Sitzungen nahe-gelegt und erleichtert. Schon beim Durchblättern des Programineswerden sie mit den Gegenständen unserer Vorträge bekannt gemacht,während diese jetzt nur schwierig zu finden sind. Von der Un-