IV
Vorwort.
mit dem Auslande kommen wollen, müssen wir an der Fries'schenNomenklatur, die, was nicht hoch genug eingeschätzt werdenkann, eine gewisse internationale Einheit und Stetigkeit gebrachthat, unbedingt festhalten. Um nun auch bei den Blätterpilzeneine Vergleichung dieser Bildwerke zu ermöglichen, habe ich dieSchröteischen Benennungen in das alphabetische Artenverzeichnisaufgencir.men und auf die herkömmliche Benennung hingewiesen,lünf beigegebene Tafeln, deren Benutzung ich nicht genugempleblen kann, sollen das Auffinden und Bestimmen wesent-lich erleichtern. Die erste Tafel gibt eine kurze systematischeÜbersicht über die im Vademecum eingehaltene Ordnung. Diezweite und dritte von den verschiedenen Pilzformen und derPilzkonsistenz ausgehenden Bestimmungstafeln sollen ein Hilfs-mittel für den Anlänger sein Mit der vierten Tafel, die vomzuverlässigsten Merkmale, der Farbe des Sporenstaubes ausgeht,wird man sich am leichtesten in der großen Familie der Blätter-pilze zurechtfinden. Die fünfte ist der einfachste aber doch sichereFührer bei der gleichfalls ziemlich stark vertretenen Familie derLöcherpilze.
Auch die Kennzeichnung der häufigen, überall vorkommendenArten durch zwei, und der gerade nicht selten oder nur in manchenGegenden häufiger vorkommenden Arten mit einem Sternchendürfte das Zurechtfinden bedeutend erleichtern.
Was die Genießbarkeit angeht, so habe ich im Bewußtseinder schweren Verantwortung nur jene als eßbar bezeichnet, dieich selber geprüft habe, die auf Pilzmärkten zugelassen oder vonzuverlässigen Autoren als eßbar bezeichnet werden. ' Andererseitsmöchte ich aber auch allen Pilzfreunden eine übertriebene Furchtausreden. Keine Pilzart ist so giftig, daß man die oft unerläßlichePrüfung auf ihren Geschmack nicht unbesorgt vornehmen dürfte.Möge das Vademecum, so aufs beste ausgestattet, den Zweckerfüllen, den der Verfasser im Auge hatte, allen Pilzfreundenein treuer und lieber Begleiter auf Exkursionen werden, der den.formen- und fart enreichen Herbstkindern des Waldes durch Er-leichleiurg des Kennenlernens neue Freunde schafft.
Lahrbach (Rhön), in den Weihnachtstagen des Kriegs-jahres 1917.
Der Verfasser.