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Grundriß der Pharmakochemie
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Blättchen, welche wasserfrei bei 168° schmelzen. Es ist schwerlöslich in Äther, leicht löslich in Alkohol und in Alkalien. Diealkalischen Lösungen färben sich an der Luft braun. Durch Erhitzenmit verdünnten Säuren oder mit Wasser auf 110° wird es gespalten inEhamnose und Quercetin 1 ):

C 21 R Z0 On -j- H 2 0

Quercitrin

C 6 H 12 0 5 -f- C 15 H 10 O 7Rhamnose Quercetin

Quercetin 2 ), C 15 H 10 O 7 -j- 2H 2 0 (Meletin, Quercetinsäure), kri-stallisiert aus verdünntem Alkohol in zitronengelben, seidenglänzendenNadeln, welche, wasserfrei, bei 313314" unter Zersetzung schmelzen.Es löst sich leicht in heißem Alkohol, wenig in heißem Wasser undin Äther. In Alkalien ist es mit goldgelber Farbe löslich. Es besitztdie Konstitution eines l-3-3'-4'-Tetraoxyflavonols entsprechend demFormelbild:

CH 0HOC^ \j/ \j-

H

-G<

C CO

X3-

,0OH H

OH

I

=0/H

>COH

OH

Quercetin

Bei energischer Einwirkung von Alkalien wird es zerlegt inProtocatechusäure, Phloroglucin und Glykolsäure:

1178. Liebermann, B. 17 (1884) 1680. Schunck, Journ. ehem. Soc. 53 (1888)264. Herzig, Monatsh. f. Chemie 5 (1884) 72; 6 (1885) 877; 9 (1888) 537; 14(1893) 53. Wachs, Dissert. Dorpat 1893, Chem. Centralbl. 1894, I, 50.

') Durch Auskochen der Quercitronrinde mit alkalischem Wasser und Kochendes Auszuges mit Säuren wird Flavin" dargestellt. Es enthält das durch Spaltungdes Glykosides entstandene Quercetin.

2 ) Quercetin ist sowohl frei als in Verbindung mit Zuckerarten in zahlreichenPflanzen aufgefunden worden (vgl. Czapek, Biochemie der Pflanzen, II, 516).Perkin und Pate, Journ. chem. soc. 1895, 647. Kostanecki, B. 28 (1895) 2302.

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