G R Hc—CH
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Durch Kochen mit Alkalien oder mit Barytwasser entsteht ausAmygdalin Ammoniak und Amygdalinsäure:
C|N ...... .., .COOH
^6-^5— ^j- OHH = C 6 H 5 —CH -\~ NH 3
OC 12 H 21 0 10 OC 12 H 21 O 10
Amygdalin Amygdalinsäure
Amygdalinsäure zerfällt beim Erwärmen mit verdünnten Säurenweiter in Glukose und Mandelsäure:
/OOOH /COOH
C 6 H 6 —CH + 2H 2 0 = 2C 6 H 12 0 6 + C 6 H 5 —CH
\)C 12 H 21 0 10 X OH
Mandelsäure
(Plienylglykolsäufc)
Durch Reduktion wird aus Amygdalin Phenyläthylamhi,C 6 H 5 CH 2 —CH 2 —NH 2 , gebildet.
Folia Laurocerasi.Prunus Laurocerasus L. — Rosaceae — Roseae — Prunoideae.Bestandteile: Laurocerasin, Amygdalin (s. S. 443) 1 ), Prulaurasin, Zucker,Gerbstoff, Wachs, Phyllinsäure -).~-" Laurocerasin 8 ) (amorphes Amygdalin) soll eine Verbindung voneinem Aequivalent Amygdalin mit einem Aequivalent Amygdalinsäure sein.Prulaurasin*), C 14 H 17 N0 6 , ist mit dem Mandelnitrilglukosidisomer; es bildet farb-120—122 0.
und geruchlose Nadeln vom Schmelzpunkt
') Schimmel & Cie, Ber. 1890 48.
Kirschlorbeeröl enthält hauptsächlich Benzaldehyd, Blausäure undBenzaldehyd-cyanhydrin. Der charakteristische Geruch des Kirschlorbeeröles, der letzteres vomBittermandelöl unterscheiden soll, wird durch einen indifferenten Körper, wahr-scheinlich Benzylalkohol, hervorgebracht. Semmler, Die ätherischen Öle, Bd.IV,199.
2 ) Phyllinsäure wurde außer aus den Blättern des Kirschlorbeers, vonBougarel (Jahresb. 1877, 187) auch aus denjenigen des Quittenbaumes, des Apfel-baumes, des Ahorns, des Mandelbaumes, des Pfirsichbaumes, der Syringa, sowie dosPilocarpus pennatifolius dargestellt. Über diese kristallisierbare, bei 170° schmelzendeSubstanz, welcher die Formel C72H64Ü16 erteilt wird, ist Näheres nicht bekannt.
3 ) Lehmann, Just. bot. Jahresb. 1871 II, 823.
4 ) Herissey, Journ. d. Pharm, et d. Ohim. 1906 5.