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Grundriß der Pharmakochemie
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-' Umbelliferon 1 ), C 9 H 6 0 3 (4-Oxycumarin), bildet farblose, bei 225°schmelzende Prismen, die in heißem Wasser, Alkohol und Äther leichtlöslich sind. Die wäßrige Lösung zeigt, namentlich auf Zusatz vonAlkali, blaue Fluorescenz, ebenso die Lösung in konzentrierter Schwefel-säure. Synthetisch wird es aus ß-Resorcylaldehyd 2 ) mit Essigsäure-anhydrid und Natriumacetat oder aus Eesorcin durch Behandlung mitApfelsäure und konzentrierter Schwefelsäure erhalten (vgl. S. 421):

JX

HO

ß

-COH

HCL ,CH

OH

Resorcylaldebyd

HC^HCL

CH=CH,

^C-O'/CH

CO

yy

OH

Umbelliferon

Radix Gelsemii.

Gelsemium nitidum Michaux (Cr. sempervirens AU.).Loganioideae Gelsemieae.

Loganiaceae

Bestandteile: Aesculin, Gelseminsäure, Gelsemin, Gelseminin*).

J ) Zwenger und Sommer, A. 115 (1860) 15. Umbelliferon ist im Sagapen-harz enthalten (Tschirch und Hohenadel, Arcli. d. Pharm. 233 (1895) 259) undwird gebildet bei der trockenen Destillation von Galbanum. Skimmetin, dasSpaltungsprodukt des Skimmins, eines aus Skimmia japonica dargestellten Glykosidesist wahrscheinlich identisch mit Umbelliferon (Eykman, Rec. d. Trav. ehim d.Pays-bas 1884, 20t). Der Methylälher des Umbelliferons ist das Herniarin inHerniaria hirsuta (Barth und Herzig, Monatsh. f. Chem. 10 (1889) 161.

2 ) Resorcylaldehyd wird dargestellt aus Resorcin durch Einwirkung vonBlausäure und Salzsäure bei Gegenwart von Aluminiumchlorid (Gattermann undKöbner, B. 32 (1899) 278.

3 ) Die Kenntnis der Gelsemiumalkaloide ist noch lückenhaft. Die Angabenüber die Zusammensetzung' differieren und auch die Nomenklatur zeigt keine Über-einstimmung. Als Gelsemin wird sowohl die kristallinische fast ungiftige Base,als auch die amorphe, sehr giftige Base bezeichnet. Dieselben Basen werden aberauch als Gelseminin beschrieben. Über Gelseminin siehe Goeldner, B. d. dpharm. Gesellsch. 5 (1895) 330.