Druckschrift 
Grundriß der Pharmakochemie
Entstehung
Seite
421
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

421

Essigsäureanhydrid und Natriumacetat auf Pyrogallolaldehyd x ) (vgl.S. 391) oder durch Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure aufein molekulares Gemenge von Pyrogallol und Äpfelsäure 2 ). Dabeizerfällt die Äpfelsäure unter dem Einflüsse der Schwefelsäure vorerstin Ameisensäure (bzw. Kohlenoxyd und Wasser) und den Halbaldehydder Malonsäure (vgl. S. 392):

CHOH-COOH

I

CH 2COOH

Äpfelsäure

,0

HCOOH +

C<

CH

WC/ ViOH

,0

CH 2COOH

Ameisensäure Halbaldeliyd der Malonsäure

CCHOHCH 2COOH

HC^ \C0H

HC^ yC OH -f C = HC,

c |\e

CH 2COOH

,COH

C

OH

Pyrogallol

llalbaldehyd derMalonsäure

OH

Trioxyphenylmilchsäure

OH H

CCH ----- CHCOiOH

HC^ Nj-0;H

HC h OH

\ /

c

I

OH

Trioxphenylmilehsänre

= 2H 2 0 +

CCH=CH-COHo/ \c_0--

HC. X

,COH

C|

OH

Daphnetin

*) Gattermann und Köbner, B. 32 (1899) 287. Pyrogallolaldehyd entstehtdurch Einwirkung von Salzsäuregas und Cyanwasserstoff auf Pyrogallol in ätherischerLösung bei Gegenwart von Aluminiumchlorid oder Chlorzink. Über den Verlauf derReaktion vgl S. 267.

Pyrogallol erhält man aus Gallussäure (siehe bei Gallae) durch Erhitzenauf 200210°:

/(OH).C 6 H 2 / == 0 6 H 3 (OH) 3 + C0 2

\COOHGallussäure Pyrogallol

2 ) Pechmann, B. 17 (1884) 929.