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^ Aesculin 1 ), C 15 H 16 0 9 -4- 1 1 / 2 H 2 0, bildet weiße, schwach bitterschmeckende Nadeln, welche wasserfrei bei 160° schmelzen. Es löstsich leicht in heißem Wasser und in heißem Alkohol, wenig in Äther.Die wäßrige Lösung fluoresciert blau und reduziert Fehlingsche Lösungbei anhaltendem Kochen. Durch Emulsin und durch verdünnte Mineral-säuren wird Aesculin gespalten in Glukose und Aesculetin:
CH=CH--CO
Ci 5 H 16 0 9 + H 2 0 = C 6 H 12 0 6 +
HO
Aesculin
c
^C—0'
HO—O .GH
OH
Aesculetin
Aesculetin 2 ), C 9 H 6 0 4 (4-5-Dioxycumarin), feine, glänzende, bei270° schmelzende Nadeln, die sich in Ammoniak mit roter, allmählichin Blau übergehender Farbe lösen, ist synthetisch 3 ) zugänglich durchEinwirkung von Essigsäureanhydrid und Natriumacetat auf Oxyhydro-chinonaldehyd 4 ):
c/
HOHO— L
-C—OH
,CH
sy
HO
CH=CH-
-C—0'
-CO
CH =
HO
OLCOO-O
,CH
HO-O
*Ck
*o
=CH—CO
/
-O-0',CH
OH
Oxyhydrochinonaldehyd
OOC—CH 3
Aeiculetinacetat
OH
Aesculetin
') Sonnenschein, B. 9 (1876) 1182. Rochleder und Schwarz, A. 87(1853) 186. Zwengcr, A. 90 (1854) 63. Aesculin findet sich namentlich in derKinde von Aesculus Hippocastanum (Minor, Arch. d. Pharm. 38 (1831) 130).
2 ) Tiemann & Will, B. 15 (1882) 2072; B. 16 (1883) 2106. Will undAlbrecht, B. 17 (1884) 2098.
3 ) Gattermann und Köbner, B. 32 (1899) 288.
4 ) Oxyhydrochinonaldehyd wird gewonnen durch Sättigen einer mit Blausäureund Chlorzink versetzten ätherischen Lösung von Oxyhydrochinon mit Salzsäure(Gattermann und Köbner, B. 32 (1899) 282) (vgl. S. 267). Oxyhydrochinonentsteht durch Eintragen von Ohinon (s. S. 416) in schwefelsäurehaltiges Essigsäure-anhydrid und Verseifen des gebildeten Oxyhydrochinondiacetates (Thiele, B. 31(1898) 1247).