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Laktonring und eine Ketogruppe, wird durch Alkalien zu Salzen dereinbasischen Artemisinsäure, C 14 H 19 0 3 COOH, aufgespalten und ver-bindet sich mit Hydroxylamin zu einem kristallisierenden Oxim.
Bei der Destillation über Zinkstaub im Wasserstoffstrom liefertdas Artemisin einen Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung C 12 H 12(Siedepunkt 264°), der mit dem, aus Santonin darstellbaren, Dimethyl-naphthalin nicht identisch ist. Durch Reduktion entsteht ein Körpervon der empirischen Formel des Santonins. Möglicherweise ist dasArtemisin als Oxydihydrosantonin zu betrachten.
Rhizoma Galangae.
Alpinia officinarum Hance. — Zingiberaceae. — Zingibereae.
Bestandteile: Ätherisches Öl [enthält Cineol 1 ) (s. S. 369) und Eugenol 2 )
(s. S. 346)], Kämpferid, Galangin, Galanginmethyläther 8 ).
Kämpfend*), C 16 H 12 0 6 -f-H 2 0, bildet schwefelgelbe, flache Nadelnvom Schmelzpunkt 221—222°. Es ist unlöslich in AVasser, leichtlöslich in heißem Alkohol, Äther und Eisessig. Die Lösung in Schwefel-säure ist gelb und nimmt nach einiger Zeit blaue Fluoreszenz an.Kämpfend besitzt die Konstitution eines l-3-Dioxy-4'-Methoxy-flavonols 5 ):
CH 0 H____H
HO—C^ \}/ \} ------- c/ ^C—OCH 3
HC. Xk sC— OH H H
N c CO
OH
Kämpferid(l-3-Dioxy-4'-Methoxyflavonol)
*) Schimmel & Cie., ßer. 1890 I, 21.
a ) Horst, Pharm. Zeitschr. f. Ruß]. 39 (1900) 378.
3 ) Als Bestandteil des Galgants wurde von Jahns auch Alpinin auf-geführt. Nach Untersuchungen von Testoni (Gazz. chim. ital. 30 (1900; II, 372;Jahresb. d. Chemie 1900, 1402) soll aber Alpinin ein Gemisch von Kämpferid undGalangin sein.
4 ) Brandes, A. 18 (1839) 81. Jahns, B. 14 (1881) 2385, 2807; Archivd. Pharm. 220 (1882) 161; Herstein und Kostanecki, B. 32 (1899) 318. Cia-mician und Silber. B. 32 (1899) 861, 995.
5 ) Als Flavonole werden die im Pyronkern hydroxylierten Plavone be-zeichnet. (Über Plavon siehe S. 425, über Pia von ol s. b. llorin.)