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Grundriß der Pharmakochemie
Entstehung
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283
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Beim Erhitzen mit konzentrierter Lauge, unter Abschluß vonLuft, spaltet es sich in Ameisensäure, Iridinsäure und Iretolnach der Gleichung:

C 18 H 16 0 8 + 3H 2 0 = HCOOH + C 10 H 12 0 5 + C 7 H 8 0 4

Irigenin Ameisensäure Iridinsäure Iretol

Die Spaltung läßt sich in folgender Weise veranschaulichen:OCH 3

I H

y c ----- c v / u —

CH 3 0-C^ ^C-CHa-C-CO-C^ ~)C-OH + H 2 0

--c=—c ---------- *"

iQ-

OCH3-(X.

ch,o-g

x c=

i

OHOCH3

=C'

H

s O"

Jrigeniu

H

H

N3-GH.-CO-

CHoO-C"

OHOCH3

=CH

H

OH

CO

II

OH

-et

li

OH

*c-

% o

OCH3

;C—OH

H

OH

^C—CHoCOOH HCOOH HC:?

=CHOH

Iridinsäure

OH

,G-

N C=

OCH3

t

.C-OH

=CH

OH

Ameisensäure

Iretol

Iridinsäure, C 10 H 12 0 5 (Dimethoxy-oxyphenylessigsäure), bildetfarblose bei 118° schmelzende Prismen und ist in Wasser, Alkohol,Äther, Chloroform, Aceton und siedendem Benzol löslich. Bei dertrockenen Destillation entsteht bei 239° unter Kohlensäure-Abspaltung

Iridol, C 9 H ]2 0 3 , welches als farbloses Öl überdestilliert und baldzu großen, weißen Kristallen vom Schmelzpunkt 57 ° erstarrt. Es be-sitzt die Struktur 1 ):

') Iridol liefert durch Behandlung mit Chloroform und Alkali zwei isomereAldehyde, enthält daher im Benzolkern zwei substituierbare Wasserstoffatome, vondenen das eine in ortho-, das andere in para-Stellung zum freien Hydroxyl steht.(Beweis der Stellung der freien Hydroxylgruppe.)