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Grundriß der Pharmakochemie
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COOG // \)H CH,

H. 2 C N

.CH,

x N y

zu.

CH,

Arecain

Herba und Fructus Conii.

Conium maculatum L. Umbelliferae Apio'ideae Smyrnieae.

Bestandteile 1 ): d-Coniiu, Methylconiin, Conydrin, Pseudoconydrin,

T-Conicein 2 ) Aepfelsäure, Kaiieesäure (in den Früchten) 3 ).

d-Coniin*), C 8 H ]7 N, ist eine farblose, fast geruchlose, starkalkalisch reagierende Flüssigkeit, welche bei 165,7165.9° (759 mm)siedet. Das spezifische Gewicht beträgt 0,8438 (19°), die spezifische

Drehung [a] D = 15,7°. In der Kälte erstarrt das Coniin zu einer

Kristallmasse, welche bei2° schmilzt. In Wasser ist es weniglöslich (1:90), die kalt gesättigte Lösung trübt sich beim Erwärmen.In Alkohol ist es leicht löslich, ebenso in Äther und Aceton, wenigerleicht in Chloroform.

Bei der Destillation des salzsauren Coniins mit Zinkstaub ent-steht eine wasserstoffärmere Base, das Conyrin C 8 rLjN 5 ), welchebei der Oxydation in a-Pyridinkarbonsäure (a-Picolinsäure)

CH

HC**

CH

HC C COOH

') Nach Modrakowsky (Polnisches Archiv f. bio). u. mcdiz. Wissenschaften,1905, Bd. III) enthalten die Coniumfrüchte Hesperidin (s. b. Gort. Citri), vgl. Mit-lacher. Sep.-Abdruck aus Zeitschr. des allg. oesterr. Apotheker-Vereins, 1908, S. 23.

2 ) Trennung der Ooniumalkaloide, siehe Braun, B. 38 (1905) 3108.

3 ) Hofmann, B. 17 (1884) 1922.

*) Nach de Sanctis (Chem. Oentralbl. 1895, I, 435) soll Coniin auch inSambucus nigra enthalten sein. Giesccke, Arch. Pharm. [1] 20 (1827) 111.Geiger, Magazin f. Pharmazie 35, 72, 259. Liebig, Magazin f. Pharmazie 36, 159.Gerhardt, Comptes rend. 1849, 373. Semmier, B. 37 (1904) 2428.

") Hofmann, B. 17 (1884) 825.