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Lehrbuch der Botanik für Hochschulen : mit 667 Abb.
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Phanerogamen.

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holder; Cupressus, Cypresse; Thuja, Lebensbaum; 2) Taxodioideae. Taxodium;Sequoia. 3) Araucarioideae. Araucaria; Agathas. 4) Abietoideae. Blätter spiralig;Fruchtblätter in Deck- und Fruchtschuppe gespalten; Samenanlagen an derFruchtschuppe befestigt, umgewendet. Abies, Tanne; Picea, Fichte; Larix,Lärche; Pinus, Kiefer.

Wichtigste deutsche Nadelhölzer: Juniperus communis. Wachholder(Fig. 374); Strauch mit nadeiförmigen, durch Harzkörnchen bläulich bereiftenBlättern in dreigliederigen Quirlen; weibliche Blüthe aus drei Schuppen mit eeiner achselständigen Samenanlage; Schuppen in der reifen Frucht saftig und zueiner Beere verwachsen. — Abies alba, Edeltanne, Weisstanne (Fig. 378), bis05 m hoher Waldbaum mit im Alter silbergrauer Binde (daher der Name Weiss-tanne); Krone pyramidenförmig, aushorizontal verzweigten Langtrieben;Blätter nadeiförmig abgeplattet, unter-seits mit zwei bläulich weissen Längs-linien neben dem Mittelnerven versehen,an den Seitenzweigen kammartig zurSeite gewendet.

Die Blüthen sind achselständigund kommen im Mai in der Gipfel-region alter Bäume zum Vorschein. Diemännlichen sind cylindrisch, bis 20 mmlang; ihre Staubblätter sind zahlreich,spiralig geordnet, unterseits mit zweidurch je einen Längsspalt aufspringen-den Pollensäcken versehen (Fig. 3 78 a).Die weiblichen Blüthen sind oblongcylindrisch, bis 6 cm lang, von dichtgedrängten, spiralig geordneten Deck-und Fruchtschuppen an spindelförmigerAchse gebildet. Die Früchte oder Zapfen(Fig. 378 6) stehen aufrecht am Endeder sie tragenden Zweige, ihre spitzenDeckschuppen sind viel schmäler, aberlänger als die Fruchtschuppen (Fig.378 c, d) und daher von aussen sicht-bar. Bei der Reife lösen sich dieSchuppen sammt dem Samen (Fig.378 c, d) von der stehen bleibendenFruchtachse ab. — Picea, excelsa, dieRothtanne, gleicht in Grösse und Trachtder Weisstanne. Die Nadeln sind vierkantig, gleichmässig gefärbt, allseitswendig,jedoch vielfach, in Folge einer Biegung nach rechts und links, scheinbar kamm-artig geordnet. Die Zapfen sind endständig, herabhängend; sie lassen bei derReife die Samen herausfallen und lösen sich dann ganz, ohne in ihre Schuppenzu zerfallen, von dem Zweige ab. Ihre Deckschuppen sind sehr klein, von aussenunsichtbar. — Pinus silvestris, die Kiefer, ist ein bis 40 m hoher Waldbaummit kuppelartig gewölbter Krone. Die Nadeln entspringen paarweise an starkverkürzten, mit schuppenartigen Niederblättern versehenen Seitenachsen (Kurz-trieben). Die äusserlich wie bei Abies beschaffenen männlichen Blüthen ent-springen dicht gedrängt dem Gipfeltheil von Langtrieben, die oberhalb desselbenihr Längenwachsthum fortsetzen und beblätterte Kurztriebe erzeugen. Die weib-lichen Blüthen sind anfangs kugelig, roth gefärbt (Fig. 379 lb). Die Zapfen,

Fig. 378. Abies alba, a männliche Blüthe,

b Zapfen, e Deck- und Fruclitschnppe von

oben, d dieselbe von vorn, a, e, d in nat.

Gr., b verkl. (Nach Berg und Schmidt.)