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Schenck:
(8. 195). Seine aus dem Substrat sich erhebenden Fäden verzweigen sich ineiner zum einfallenden Licht senkrechten Ebene und bilden so eine kleine strahligeFläche. Die Fadenzellen in derselben sind linsenförmig gestaltet mit konischausgesacktem, mehrere Chlorophyllkörner enthaltendem Boden und wirken wieBlendlaternen, indem sie die einfallenden Lichtstrahlen brechen und reflectiren(Fig. 328).
b) Bei den Bryinae pleurocat^Jae wachsen die Hauptachsen unbegrenztweiter und die Archegonien bezw. Sporogone stehen auf besonderen ganz kurzenSeitenzweiglein (Fig. 329). Hierher gehören zahlreiche, meist reich verzweigte,dichte Polster bildende Arten, darunter unsere grössten Waldmoose, die denGattungen Hylocomium, Neckera und Hypnum entstammen, ferner auch die inden Bächen und Flüssen submers fmthende Fontinalis antipyretiea.
III.
Pteridophyta, Farnpflanzen ('■ 42 > 4S ).
Die Pteridophyten umfassen die Farne, Wasserfarne, Schachtelhalmeund Bärlappgewächse und stellen die höchst entwickelten Oryptogamen vor.Wie bei den Bryophyten vollzieht sich auch liier der Entwicklungsgang inzwei scharf geschiedenen Generationen. Die erste Generation ist die ge-schlechtliche, sie trägt Antheridien und Archegonien, die zweite ist die un-geschlechtliche, sie geht aus derbefruchteten Eizelle hervor underzeugt ungeschlechtliche einzelligeSporen. Aus der Keimung derletzteren entsteht wieder die ge-
schlechtliche Generation. Die Aus-bildung, welche die geschlecht-liche und die ungeschlechtlicheGeneration bei den Pteridophytenerfährt, zeigt weitgehende Ver-schiedenheiten.
Die geschlechtliche Ge-neration wird als Prothallium(auch als Gametophyt) bezeichnet,sie erreicht keine bedeutendeGrösse, bei einzelnen Formen höch-stens einige Centimeter im Durch-messer und gleicht dann in ihremAufbau einem einfachen thallösenLebermoos, d. h. sie besteht auseinem kleinen grünen blattartigen,auf der Unterseite mit Illiizoidenam Boden befestigten Thallus (Fig. 331 Ä). In einigen Fällen ist das Prothal-lium verzweigt fadenförmig ausgebildet, in anderen Fällen halb oder ganzunterirdisch in Form von knollenförmigen, ungefärbten Gewebekörpern mitsaprophytischer Lebensweise; in gewissen Abtheilungen der Pteridophytenendlich erleidet es eine Eeduction und bleibt in der Spore mehr oder weniger
Fig. 331. Aspidium fllix mas. A Prothallitun von
der Unterseite mit Archegonien ar, Antheridienan, Wurzelhaaren rh. B Prothallium mit jungem,aus einerbefruchteten Eizelle entstandenemFarn-pflänzchen, b erstes Blatt, w Wurzel desselben.Vergr. ca. 8.