Physiologie.
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Verhältnissen abnorme Starrezustände (Licht-, Dunkelstarre) und Krank-heitserscheinungen sich einstellen^ 6 ).
Auf mechanische Einwirkungen (Erschütterung, Reibung, Verletzung)antworten nur vereinzelte Pflanzen mit ausgesprochenen Variationsbe-wegungen. Es sind das diejenigen, welche man früher allein als „reizbarePflanzen" anstaunte, so lange man für das Pflanzenreich nur grobe mecha-nische Einwirungen als Reize und heftige Bewegungen als Reizwirkungengelten Hess.
Erwähnt wurde schon (S. 187) die Dionaea muscipula, deren Blatthälftennach der Berührung, zirmal der „Borsten" auf der Innenseite, rasch zu-sammenklappen. Das bekannteste Beispiel für eine derartige Reizbarkeitist aber die Mimosa pudica, eine tropische Leguminose vom Wüchse einesHalbstrauchs, welche ihrer hohen Empfindlichkeit gegen Berührung den
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Fig. 214. Mimosa pudica. Links ungereizt in der Tagesstellung, rechts durch Erschütte-rung gereizt, wodurch sich die Blätter zusammengefaltet und abwärts geschlagen haben,
\B Blüthenköpfchen.
Namen Sinnpflanze verdankt. Die zarten Blätter dieser Pflanze sind ge-fingert-gefiedert (Fig. 214). Die Secundär-Stiele, an denen links und rechtsdicht gedrängt die Fiederblättchen stehen, sitzen dem Hauptblattstiel wievier Finger auf. Alle diese Glieder des Blattes sind unter einander mitGelenkpolstern verbunden, der Hauptblattstiel mit der Mutterachse, diefingerartigen Secundärstiele mit dem Blattstiel und die Fiederblättchen mitden Secundärstielen, so dass alle Theile auf ihrer Unterlage beweglich sindund ein sehr verändertes Aussehen des ganzen Blattes bewirken können.Die Lichtlage der ungereizten Blätter ist in der Fig. 214 links dargestellt,üer Blattstiel ist meist schräg nach oben gerichtet, die Secundärstiele sindgespreizt und die Fiederblättchen nahezu in einer Ebene ausgebreitet. Wirddas Blatt erschüttert, dann führen alle seine Theile bei günstiger Tempe-ratur (25 — 30° C.) und Feuchtigkeit sehr rasche Bewegungen aus. DieFiederblättchen klappen nach oben und vorn zusammen, die Secundärstielelegen sich seitlich an einander und der Blattstiel senkt sich scharf nachunten, wie das alles in Fig. 214 rechts dargestellt ist. Die Pflanze, deren