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Lehrbuch der Botanik für Hochschulen : mit 667 Abb.
Entstehung
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Einleitung. 5

stanz aus lebloser abzuleiten sei, eine Stütze in den Erfahrungen der Cbemie.-«och in den ersten Decennien dieses Jahrhunderts bat man die Gebiete deranorganischen und der organischen Chemie streng von einander geschiedenund man nahm an, dass die in der organischen Chemie behandelten Sub-stanzen nur durch die Lebensvorgänge der Organismen erzeugt werdenKonnten. ^ Die Gesetze, welche die anorganische Chemie beherrschen, schieneninr die ^ Körper der organischen Chemie keine Geltung zu haben, deren Bil-dung vielmehr von einer besonderen Kraft, der „Lebenskraft" abzuhängen.

a , stellte im Jahre 1828 Wöhler aus cyansaurem Ammoniak Harnstoff darund hatte damit zum ersten Mal eine organische Verbindung aus anorgani-®? ner Substanz erzeugt. Im Jahre 1845 erfolgte durch Kolbe die vollstän-dige Synthese der Trichloressigsäure, in den fünfziger Jahren durch Berthelot18os mSC der Ameisensä ure und des Alkohols.

8 -8 synthetisch gewonnen, doch wiesMit dem bei der Gährung entstehenden Weingeist nach. Damit war die

■renze endgültig verwischt, welche die anorganische Chemie von der orga-nischen trennte. Die organische Chemie bildet seitdem, als Chemie derKohlenstoff Verbindungen, nur noch einen Theil der Gesammtchemie.

Letzteren hatte Hennel schonBerthelot erst seine Identität

Die Botanik oder Wissenschaft von den Pflanzen lässt sich in einenallgemeinen oder generellen und in einen besonderen oder speciellen Theilgliedern. Im allgemeinen Theile werden die Pflanzen gemeinsam auf ihrenßau und ihre Functionen untersucht, im speciellen Theile ihr Bau und ihrev unctionen in den einzelnen Abtheilungen des Pflanzenreichs gesondert be-handelt.

Die Lehre von dem Bau der Gewächse ist die Morphologie, diejenigevon den Functionen die Physiologie der Pflanzen. Im allgemeinen Theilesollen Morphologie und Physiologie getrennt, im speciellen vereint zur Dar-stellung gelangen.