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Lehrbuch der Pharmakognosie : mit 411 Abb.
Entstehung
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75
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Fructus Vaaillae.

ihre auffallende Samenschale, Räphiden und Parenchymfetzen mitRaphidenschläuchen.

Vanille besitzt einen köstlichen Duft, der nicht heliotropartigsein soll; sie enthält 1,5 bis 2,75°/o Vanillin, welches häutig an derOberfläche der Früchte in weißen glänzenden Nadeln auskristallisiert.Es ist jedoch festzuhalten, daß die Ausscheidung von Vanillinkristallenabsolut nicht ein Maßstab für die Güte der Droge ist. Denn geradedie allerbesten, aus Mexiko stammenden Vanillesorten, die nur sehrselten in den europäischen Handel gelangen, zeigen fast niemalsVanillinausscheidungen.

Verwechslungen, bzw. Unterschiebungen können mit der sog.Yanillon, der Frucht von Vanilla porapona Schiede, welche jedoch

Bestand-teile.

Prüfung

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Abb. 84. Frucfcus Vanülae. 1 Die inneren Parencliymschichten der Frucht (a) mit den Balsani-haaren {b), Vergr. ca. im /\. II Samen, stark vergrößert. (Gilg.)

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bis 2 cm breit und flach ist und nur 15 cm Länge erreicht, odermit den Früchten von Vanilla palmarum Lindley oder Vanillaguianensis Splitgerber versucht werden, welche des Vanillearomasfast völlig entbehren, oder endlich mit extrahierten Vanillefrüchten,denen mit Öl oder Perubalsam, auch Bestreuen mit Benzoesäure,um auskristallisiertes Vanillin vorzutäuschen, ein der guten Vanilleähnliches Ansehen zu geben versucht worden ist.

Auffallenderweise kam die Vanille erst Ende des 17. Jahr-Geschichte,hmiderts nach Europa, obgleich sie von den Eingeborenen Zentral-amerikas viel gebraucht wurde.

Vanille dient hauptsächlich als feines Aromatisierungsmittel; A?-aus ihr wird Tinct. Vanillae bereitet, welche auch als Heilmittelgegen Hysterie Anwendung rindet.