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Lehrbuch der Pharmakognosie : mit 411 Abb.
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28 Embryophyta siphonogama. Angiospermae, Monocotyledoneao. Glumiflorae.

und stoben dann etwas ab. Auf ihrer Rückenseite ist stets ein deutlicher, längsvorlaufender Ölgang wahrzunehmen. An den Enden der Zweige finden sich (anderselben Pflanze!) männliche und weibliche Bluten.

Der Geruch ist eigenartig aromatisch, der Geschmack widerlich. Sie ent-halten bis 4"/o ätherisches, sich leicht verflüchtigendes Öl von brennendem Ge-schmack und starker Giftwirkung.

Unterabteilung Angiospermae.1. Klasse Monocotyledoneae.

Reihe Glumiflorae.Familie Gramineae.Amylum Oryzae. Reisstärke.Ab - Reisstärke wird aus den Früchten der in den Tropen und Sub-

'und tropengebieten der Erde überall angebauten Oryza sativa L. ge-Sewmnang 'wonnen. Die Herstellung findet genau so statt wie bei Amylum

Tritici (vgl. dort!).Beschaffen- Die Endospermzellen des Reiskorns sind erfüllt von großen, ei-holt ' runden oder kugeligen Stärkekörnern (Abb. 30). Diese erweisen sich zu-

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Abb. 31. Rhizoma Graminis. Quer-schnitt, dreifach vergrößert.Abb. 80. Amylum Oryzae. 300fach vergrößert, * Endodermis, den Zentralstrang

umhüllend, m Mark, hb Gefäßbündelder Rinde.

sammengesetzt aus zahlreichen, sehr kleinen, eckig-kantigen Körnchen.Sobald ein Druck auf die zusammengesetzten Körner ausgeübt wirdoder sobald diese austrocknen, zerfallen sie. Deshalb besteht dieReisstärke fast nur aus winzigen, nur etwa 2 —10, meist 4—6 /.igroßen, scharf eckigen, drei- bis sechskantigen, kristallähnlichen,eine Struktur nicht aufweisenden Körnchen, von denen selten nochmehrere miteinander zusammenhängen. Reisstärke stellt ein weißes,feines Pulver von mattem Aussehen dar und ist geruch- und ge-schmacklos.

1 Teil Reisstärke muß, mit 50 Teilen Wasser gekocht, nachdem Erkalten einen trüben, dünnflüssigen, geruchlosen Kleister geben,der Lackmuspapier nicht verändert und durch einen Tropfen Jod-lösung blau gefärbt wird. Beim Verbrennen darf Reisstärke nichtmehr als 1 Prozent Rückstand hinterlassen.

Rhizoma Graminis. Queckenrhizom. Queekenwurzel.

Queckcnrhizom (Abb. 31), fälschlich meistens Quecken würz el genannt,ist das im Frühjahr gegrabene Rhizoni des auf fast der ganzen nördlichen Erd-