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2. Organische Chemie 2. Abt. (1901)
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Pyridinmonocarbonsäuren.

Das Methylbeta'in der Picolinsäure: C 7 H 7 N0 2 , aus Picolinsäureentsprechend dem Trigonellin dargestellt, bildet zerfliessliche Nadeln.

Stachhydrin: C'H 13 N"0 ! , ist in geringer Menge in den Knollen vonStachys tulerifera (E. Schulze, v. Planta), sowie in den Blättern von Citr tlSvulgaris (E. Jahns) enthalten. Zur Darstellung desselben extrahirt man di ezerkleinerten Knollen in der Wärme mit Alkohol von 90 Proc, löst das vonAlkohol befreite Extract in "Wasser, fällt es mit Bleiessig, entbleit das Filti'» 4mit H 2 S und dampft nach abermaligem Eiltriren zum Syrup ein. Letztere»extrahirt man hierauf mit Alkohol in der Wärme und scheidet aus diesemAuszug das Stachhydrin durch alkoholische Quecksilberchloridlösung all*Das aus dem Stachhydrinquecksilberehlorid durch Einwirkung von H 2 S erhaltene Stachhydrinhydrochlorid: C 7 H 18 N0 2 , HCl, bildet farblose, hif*'beständige, leicht lösliche Prismen. Das Platindoppelsalz: (C 7 H 13 N0 >HCl) 2 PtCl 4 + 2H 2 0, krystallisirt in orangerothen, rhombischen Tafeln, d ieleicht löslich in Wasser, unlöslich in Alkohol sind. Das Golddoppelsal 2 'C'H I3 NO s , HCl + AuCl 3 , bildet kleine, gelbe, in Wasser schwer löslichPrismen. ____________

Von dem Pyridin leiten sich durch Ersatz eines oder mehrerer Wasse 1 "stoffatome durch die Gruppe CO. OH eine Anzahl von Säuren, ,,Pyridi B 'carbonsäuren", ab, welche zum Theil in naher Beziehung zu einig' 6 "Alkaloiden stehen, aus denen sie durch Oxydation mit KffinO*, HNO 3 u°CrO 3 entstehen. Beim Erhitzen mit Aetzkalk liefern sie sämmtlich Pyridiß'Diese Pyridincarbonsäuren entstehen durch Oxydation der Alkyl-Pyridine DJ 1Kaliumpermanganat, indem hierbei die Alkylgruppen je in Carboxylgrupp e11verwandelt werden. Monalkylirte Pyridine, z. B. Methyl-, Aethyl-, Prop}'*'Pyridin liefern hierbei Monocarbonsäuren, die je nach der Stellung & eAlkyle et-, ß- oder y-Carbonsäuren des Pyridins bilden. Dialkyfirte und tf 1 'alkylirte Pyridine liefern entsprechend Di- und Tricarbonsäuren. Die a3Mlirten Pyridine verhalten sich somit hierbei ebenso wie die Alkylbenzo*(vergl. S. 942 u. f.). Die Polycarbonsäuren des Pyridins verlieren beim E 1hitzen für sich oder mit Eisessig CO 2 und gehen hierdurch in Di-, bezügli cMonocarbonsäuren über. Alle Pyridincarbonsäuren, die eine CarboxylgrupPin der a- Stellung (N:CO.OH = 1:2) enthalten, auch die Di- und Tricai"bonsäuren, geben mit Perrosulfat rothgelbe Färbungen.

Pyridinmonoeartaonsäuren: C 5 H 4 NCO. OH (Carbopyridinsäure»/'

sind in drei Isomeren bekannt. Sie sind fest und krystallisirbar. In Aetß e

sind sie nicht löslich. Sie verbinden sich mit Säuren, Basen und auch f 1

Alkyljodiden.

. 3)

1. Nicotinsäure (ß- oder Meta-Pyridincarbonsäure, N:CO.OH = J-

wird erhalten bei der Oxydation des Nicotins mit Salpetersäure (Weid e 'oder mit Kaliumpermanganat (Laiblin), sowie vom Hydrastin mit Kali u *permanganat in alkalischer Lösung (E. Schmidt); bei der Oxydation de/3-Picolins mittelst Kaliumpermanganat; beim Kochen von /3-Cyanpyria 10 'C 5 H 4 N.CN, mit Salzsäure, sowie bei der Oxydation von /3-Aethylpyri clJ ' 1mittelst Chromsäure. Am leichtesten wird sie erhalten beim Erhitzen v °Chinolinsäure auf 150 bis 160° C. oder mit Salzsäure auf 180° C. Sie bil defarblose, nadeiförmige, bei 228° C. schmelzende Krystalle, welche schwer 113kaltem Wasser, leicht in heissem Wasser löslich sind. Die wässerige LösU»ewird durch Eerrosulfat nicht gefärbt.

2. Picolinsäure (ß- oder Ortho-Pyridincarbonsäure, N :CO. OH = 1 ;2 ''durch Oxydation des a-Pioolins entstehend, bildet ein Aggregat von fein eD 'weissen, geruchlosen, sublimirbaren, bei 134,5 bis 136° C. schmelzenden Nad elD '

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