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2. Organische Chemie 2. Abt. (1901)
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Pyridinbeta'in.

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4 ^-Oxypyridin: C 6 H 4 (OH)N, (N : OH = 1 : 3), aus /?-Pyridinsulfosäurerc h Schmelzen mit KOH gebildet, krystallisirt in Nadeln, die bei 124,5°C.Uelzen. Wird durch Bisenchlorid <roth gefärbt.

Tq y-Oxypyridin: C s H«(OH)N + H 2 0, (N : OH = 1 : 4), durch Erhitzen° n Am monc j le ii ( j ong ä iU ,. e ( s i e he S. 703) auf 230° C. entstehend, bildet farblosea feln, die wasserfrei bei 148° C. schmelzen. "Wird durch Eisenchlorid gelb

gefärbt.

Dioxypyridine: C 5 H 3 (OH) 2 N, durch Schmelzen von Pyridindisulfo-e a mit Kalihydrat erhalten, und Trioxypyridine: C 5 H 2 (OH) 3 N, sind

er nur wenig bekannt.

CH ! .

steht

Pyridinbeta'in: C 7 H 7 N0 2 -f-H 2 0 oder C 5 H 5 N<ß q>0 + H 2 0, ent-

a ls salzsaures Salz beim Erhitzen von 1 Thl. Pyridin mit 2 Thln. Mono-

lo i'essigsäure im Wasserbade (Vongerichten). Letzteres (C 7 H 7 NO ! , HCl)

te et glänzende, bei 202° C. schmelzende, rhombische Tafeln, die leicht in

c , 8er i schwer in Alkohol löslich sind. Die wässerige Lösung des Hydro-

nds färbt sich auf Zusatz von Natriumamalgam blau. Diese Färbung

chwindet beim Schütteln mit Luft, tritt jedoch beim Erwärmen wieder

j ' ^ a s freie Pyridinbeta'in (durch Ag 2 0 abgeschieden) bildet hygroskopische

(i ^ el11 - Das Platindoppelsalz: (C'H'HO 8 . HCl) a PtCl 4 , bildet orangerothe,

löi' 6 .' ^ e * 211° C. schmelzende Krystalle, die in kaltem Wasser ziemlich leicht

l °slich

sind. Das Golddoppelsalz schmilzt bei 165° C.

(Co

Pyridincholin wird als Hydrochlorid: C 6 H 5 N(C 2 H 4 . 0H)C1, erhalten

ac ntstündigem Erhitzen gleicher Theile Pyridin und Aethylenchlorhydrin

'PPola). Farblose, zerfiiessliche Prismen. Das Platindoppelsalz des

- Uincholins geht bei halbstündigem Kochen mit Salpetersäure von 1,48 specif.

[ßb^ 1 ^* i Q das Platindoppelsalz des stark giftigen Pyridinmuscarins:

g el l N -C 2 H s (OH) 2 Cl] 2 PtCl 4 , über. Letzteres bildet schwer lösliche, orange-

p e Nadeln. Durch Oxydation mit Chromsäure wird das Pyridincholin in

"'dinbeta

tarn verwandelt.

,C0-

H 2 0

T i'igonellin: C 7 H 7 N0 2 + H 2 0 oder C s H 4 <^"J^T>0 -

1 61 "Vi i

\ Q ü ylbeta'in der Nicotinsäure), findet sich (E. Jahns) in dem Samenlj a n Oonetta foenum graecum (0,13 Proc), sowie in den Erbsen, in demUnd Inen ' in dem Hafer ( E - Scllulze )> in dea Caffeebohnen (Polstorff)dj e n u en Strophantussamen (Thoms). Zur Darstellung desselben werdeniW be P u l v erten Samen mit Alkohol von 70 Proc. extrahirt, der Alkohol von*Us "^"ge* 1 abdestillirt, die rückständige Flüssigkeit mit Bleiessig und Soda4üjvL efällt u »d das Filtrat durch H 2 S entbleit. Nach dem Eindampfen zum

joijj (1 *J °yrup wird hierauf das Trigonellin durch concentrirte Quecksilber-a Ufr,M- ^ umlösun S ( ü ach dem Ansäuern mit H 2 S0 4 ) ausgefällt uud das

wird das Trigonellin nach E. Jahns erhalten, indem man Nico-

Syjj,, ^ au sgeschiedene Doppelsalz durch Ag 2 0 zerlegt (vergl. Muscarin).

tlns äu re S ^.,

Hit -v einem Molecül KOH zur Trockne verdampft und den Rückstand

'oerschüssigem CH 3 J auf 150° C. erhitzt. Das hierbei gebildete Jod-

1 des Nicotinsäuremethyläthers: C 5 H 4 NCO . OCH 3 + CH 3 J, wird

^a» ti . IOlt feuchtem Ag 2 0 digerirt und das Filtrat vorsichtig eingedampft.

lüslj c i Soaellin bildet farblose, in Wasser leicht, weniger leicht in Alkohol

Nadeln, die wasserfrei bei 218° C. schmelzen. In Aether und in

S 0<1;

Chi

0 or ai ist es nicht löslich? e * Sal

" e 'l9 8 » c

Mit Säuren verbindet es sich zu krystalli-

schmilzt

ä oh

mid t

zen. Das Golddoppelsalz: C'H'NO 8 , HCl + AuCl

Pbarmaceutische Chemie. II. g4