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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Praktisches.

gestellten, unten mit etwas Öl benetzten Bohrer langsam nach unten.Ist der Kork lang, so zieht man den Bohrer von Zeit zu Zeit herausund stößt das ausgebohrte Stück mit dem nächst kleineren Bohrer ausihm heraus.

Arbeiten mit Quecksilber.

1. Alle Arbeiten mit Quecksilber müssen auf einem mit einemetwa 2 cm hohen Bande oder einer Rinne versehenen Tische oder ineinem entsprechenden größeren Kasten ausgeführt werden, damit keinQuecksilber auf den Boden kommt.

2. Da das Quecksilber bei gewöhnlichen Temperaturen nur einesehr geringe Dampfspannung (etwa nur 1/1000 mm) hat, so sindVergiftungen durch Quecksilber dämpfe nicht zu befürchten; sehr ge-fährlich ist dagegen das direkte Einbringen des Metalles in den Orga-nismus etwa durch mit demselben verunreinigte Speisen.

3. Etwa auf dem Boden verstreute Quecksilbertröpfchen saugtman entweder in eine Pipette ein oder nimmt sie mit einer besondersgestalteten Eisenzange mit hohlen Backen auf.

4. Zum Einfüllen kleiner Mengen Quecksilber in Näpfe usw. dientzweckmäßig der Apparat Fig. 364 (nach H e e r w a g e n). a ist ein Reagier-

Fig. 364.

Fig. 365.

röhr, an das unten ein enges Rohr b angesetzt ist. c ist ein in aknapp hineinpassendes Rohr, das in a befindliches Quecksilber bis &jhinaufrückt. Das Ganze ist in einem Holzfuß d befestigt.

5. Da Quecksilber sich mit den meisten Metallen ziemlich leichtlegiert, so darf man dasselbe niemals in Ausgüsse mit Bleiröhren oderin mit diesem Metall ausgelegte Spültröge bringen, da es diese zerfrißt.