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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Praktisches.

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Kupferdraht, am anderen Ende einen Wattebausch, dann stellt mandie Röhre senkrecht, läßt den schweren Körper durch dieselbe fallenund zieht den Wattebausch hindurch.

2. Um fest anhaftende Teile zu entfernen, verbindet man daseine Ende der Röhre durch einen Gummischlauch mit der längerenRöhre einer Wulff sehen bzw. Drechseischen Waschflasche, derenkürzere Röhre mit der Saugpumpe verbunden ist, und saugt zuerstSäuren, Salpetersäure bzw. Salzsäure, dann Wasser, Alkohol und schließ-lich (reinen!) Äther durch die Röhre. Die Wahl der Säure richtet sichnach der Art der Verunreinigung. Dann legt man ein Chlorcalcium-rohr oder eine Schwefelsäuretrockenflasche vor und saugt trockene Luftunter gleichzeitigem Anwärmen der Röhre hindurch.

Reinigen und Trocknen von Flaschen.Man spült dieselben mit den oben angeführten Flüssigkeiten aus(zum Entfernen von Fett benutzt man am besten Benzin), schiebt insie ein Glasrohr und saugt mittels einer Wasserstrahlpumpe unterschwachem Erwärmen trockene staubfreie Luft hindurch.

Zusammenschweißen von Platin.Will man ein Platinblech und einen Platindraht zusammen-schweißen , so erhitzt man beide in der Gebläseflamme zur Weißglut;dann vernietet man sie durch einige Hammerschläge auf einem nebender Flamme stehenden kleinen Amboß. Schaden kleine Löcher imPlatinbleche nicht, so ist es bequemer, in das Platinblech zwei kleineLöcher zu bohren, in denen man den Platindraht befestigt. Dieselbenkann man beim Aufschweißen des Drahtes fast vollkommen wiederschließen.

Behandeln von Glas.

1. Schneiden von Röhren: Man macht mit dem Glasmesser,bzw. mit der dreikantigen Glasfeile an der Trennungsstelle einen Ritzund zieht die beiden Rohrhälften auseinander; die Zugrichtung istetwas gegen die Rohrachse hin gerichtet.

2. Absprengen von Röhren: Man macht einen Ritz, erhitztein ausgezogenes Stück Glas in der Gebläseflamme und berührt mitdem entstehenden heißen Glastropfen den Ritz.

3. Abrunden der Enden: Die Enden von Glasröhren sollenstets abgerundet werden; dazu erhitzt man dieselben in einem Bunsen-brenner bzw. in einer Gebläseflamme.

4. Biegen von Röhren: Bei nicht zu weiten Röhren geschiehtdies am besten über dem rußenden Schnittbrenner.

Korkbohren.

Zum Bohren von Löchern in Kork dienen die sog. Korkbohrer.Man wählt denjenigen mit dem passenden Durchmesser aus, setzt denKork auf eine Pappe und dreht den genau senkrecht auf denselben

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