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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Praktisches.

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6. DasReinigen des Quecksilbers von anhaftenden Staub-teilchen geschieht entweder dadurch, daß man dasselbe durch eineaus Fließpapier zusammengedrehte Düte mit feiner Öffnung an derSpitze fließen läßt, wobei Staubteilchen an den Papierwanden hängenbleiben, oder besser durch Filtrieren durch Waschleder in dem ApparateFig. 365. Der Trichter A wird von dem Holzständer B getragen. Andenselben ist das Rohr D angeschmolzen, welches unten bei C um-gekröpft ist. Hier ist ein Stück "Waschleder umgebunden. Gießt manQuecksilber in A, so tritt dasselbe in einem feinen Sprühregen vonallen mechanischen Beimengungen gereinigt durch das Leder aus.

7. Zum Reinigen des Quecksilbers von gelösten Metallen läßt manes in feinem Sprühregen durch ein längeres Rohr fallen, das mit Sal-petersäure oder besser mit einer Lösung von 5 gr Kaliumbichromat und5 ccm Schwefelsäure in 1 Liter Wasser gefüllt ist; nachher wäscht mansorgfältig aus.

8. Zum Trocknen des Quecksilbers erwärmt man es unter Um-rühren mit einem Glasstabe in einer auf einem Drahtnetze stehendenPorzellanschale auf etwas über 100°. Ob das Quecksilber diese Tem-peratur hat, erkennt man an dem Verdampfen eines auf das Queck-silber gespritzten Wassertropfens.

Die vollkommenste Reinigung erzielt man durch Destillation desQuecksilbers in besonders konstruierten Glasapparaten.

Amalgamieren.

Zum Amalgamieren des Zinks reinigt man das Zink zunächstmechanisch, taucht es dann in verdünnte Salzsäure, nimmt es heraus,gießt etwas Quecksilber auf seine Oberfläche und breitet dasselbe durchBürsten mit einer groben, zweckmäßig mit Kupferdraht gebundenenBürste über die ganze Oberfläche aus. Zinkcylinder für Elementemüssen auf der äußeren und inneren Fläche amalgamiert werden.

Zum Amalgamieren von Kupferdrähten taucht man das mitSchmirgelpapier blank gemachte Ende des Drahtes in etwas Salpeter-säure in einem Schälchen und gleich darauf in Quecksilber und wäschtsodann in Wasser ab.