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Eichen von Thermoelementen.
Eeagierröhren mit Paraffinöl oder Petroleum, die Gefäße A und B mitWasser und Eis, setzt das Thermoelement zusammen und verbindet dieKlemmschrauben c und d mit dem Galvanometer. Sind die Tempera-turen in A und B gleich, so erhält man keinen Ausschlag. 2. Man er-wärmt A langsam, hält durch Regulieren der Flamme bei verschiedenenTemperaturen diese eine Zeitlang konstant und liest die Temperaturenin A: t u , und in B: U, sowie den Ausschlag des Galvanometers « ab.3. Man erhitzt bis zum Sieden, liest ab und nimmt die Flamme fort.Auch bei sinkender Temperatur stellt man wie unter 2. eine Reihe vonMessungen an. Durch Untersetzen und Regulieren der Flamme erhältman auch dabei die Temperatur eine Zeitlang konstant. 4. Man zeichneteine Kurve mit t u — h als Abszissen und den zugehörigen «-Wertenals Ordinaten.
Übung 2. Messung der Temperatur. 1. Man füllt dasReagierrohr a mit Alkohol und erhitzt denselben bis zum Sieden indem Wasserbade A, beobachtet den Galvanometerausschlag « und liestdie Temperatur i 6 in B ab. 2. Man geht in einer der Größe von k ent-sprechenden Ordinate der Kurventafel entlang, bis man die Kurvetrifft; der zugehörige Abszissenwert, bei dem dies eintritt, sei t. Dannist T=t-\-h die Siedetemperatur des Alkohols bei dem herrschendenBarometerstande, der dazu zu notieren ist.
Bemerkung. Aus dem Verlaufe der Kurve erkennt man, inwie-weit man E = c (t — t 0 ) setzen kann; dies ist nur möglich für das-jenige Temperaturintervall, innerhalb dessen die Kurve geradlinig ver-läuft.
Die Messung der Temperatur mit Thermoelementen findet u. a. beisehr hohen Temperaturen Anwendung, dabei benutzt man Elemente,sog. Pyrometer, aus Platin und Platin-Rhodium (10 Proz. Rh).
3. Abweichungen von dem Gesetze E = c (t — t 0 ).
Übung. 1. Man verbindet ein Thermoelement aus einem Eisen-und einem hart angelöteten oder angenieteten Kupferdrahte mit demGalvanometer und erwärmt die Lötstelle mit dem Bunsenbrenner. DerAusschlag wächst erst sehr rasch, dann langsamer, bleibt kurze Zeitkonstant, nimmt wieder ab, wird Null und geht nach der entgegen-gesetzten Seite.
Beim Abkühlen beobachtet man den umgekehrten Verlauf des Aus-schlages.
Die thermoelektromotorische Kraft des Eisen-Kupfer-elementes nimmt mit steigender Temperatur der einen Löt-stelle erst zu, dann ab, wird Null und kehrt sich darauf um.
Thermoelemente, die ein derartiges Verhalten zeigen, gehorchenoffenbar nicht dem Gesetze der Proportionalität und sind nur dann zuTemperaturmessungen zu benutzen, wenn ihre Eichkurve festgelegt ist.