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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Temperaturmessung mit Thermoelementen.

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Um die Temperaturen in Celsiusgraden zu erhalten, muß man dasThermoelement eichen. Dies geschieht dadurch, daß man für eineReihe von Temperaturen t die Ausschläge a. des Galvanometers bestimmtund entweder beide Größen in einer Tabelle zusammenstellt oder daß manihre gegenseitige Abhängigkeit durch eine Kurve oder Formel darstellt.Gilt in dem Temperaturintervall, um das es sich handelt, dieGleichung E = C (t <o)i so ^ der Galvanometerausschlagk = y (t * 0 ) und l *o = «/y; t = t 0 + a/y.Die Konstante y, d.h. den Zuwachs des Ausschlages für die Ände-rung der Temperatur um einen Grad, erhält man, wenn man für irgendeine bekannte Temperaturdifferenz t t 0 den Ausschlag « bestimmtund ihn durch t t 0 dividiert.

Fig. 333.'(1

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Apparat. Das Thermoelement (Fig. 333) besteht aus einem etwa3 mm dicken Neusilberdraht, der bei « und b mit je einem ebenso starkenKupferdraht verlötet ist; über die vertikalen Enden der Kupferdrähtesind bei ff und b Glasröhren geschoben, welche bis an die Lötstellenreichen. Die Lötstellen a und b werden in mit Paraffinöl oder Petroleumgefüllte Reagierröhren getaucht und in die mit Wasser gefüllten Blech-gefäße A und JE> gesenkt. In jedes derselben taucht ein Thermometer.Beim Gebrauche werden A und _B auf Dreifüße gestellt und das dieDrähte tragende Brett G in entsprechender Höhe festgestellt.

Zu den Messungen dient ein Spiegelgalvanometer, dessen Win-dungen man zur Verkleinerung seines Widerstandes nebeneinanderschaltet.

Übung 1. Eichen des Thermoelementes. 1. Man stellt Gal-vanometer und Fernrohr mit Skala auf (S. 25), astasiert, füllt die