Druckschrift 
Chemische Warenprüfungen im Drogenfache
Entstehung
Seite
45
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

45

Glyzerin. Glycerinum.

Dichte:

1. Prüfe mit Lackmuspapier.

3.

4.

Verreibe einige Gramm Glyzerinzwischen den Händen.Mische 1 ccm Glyzerin mit 3 ccmZinnchlorürlösung.

Versetze die wässerige Losung

(1 + 5)

a) mitSchwefelwasserstoffwasser,

b) mit Bariumnitratlösung,

c) mit Silbernitratlösung,

d) mit Ammoniumoxalatlösung,

e) mit Kalziumchloridlösung,

f) mit einigen Tropfen Salzsäureund Kaliumferrozyanidlösung.

Erhitze 5 ccm Glyzerin in einer

offenen Schale bis zum Siedenund zünde an.

CH 2 (OH) • CH(OH) • CH 2 (OH).

1,225 bis 1,235,

Weder blaues, noch rotes Lackmus-papier darf verändert werden.

Es darf kein Geruch wahrnehmbarsein.

Innerhalb einer Stunde darf keinedunklere Färbung eintreten (Ar-senverbindungen).

Eine Trübung oder Fällung zeigt an:

a) Schwermetalle,

b) Schwefelsäure,

c) Salzsäure,

d) Kalziumsalze,

e) Oxalsäure,

f) sofortige Blaufärbung derFlüssigkeit zeigt Eisensalze an.

Das Glyzerin muß bis auf einendunklen Anflug verbrennen (frem-de Beimengungen, Rohrzucker)und beim weiteren Erhitzen kei-nen oder nur einen unwägbarenRückstand hinterlassen.

a) Mische 1 ccm Glyzerin und1 ccm Ammoniakflüssigkeitund erwärme diese Mischungim Wasserbad auf 60°,

b) nach dem Entfernen vomWassorbade versetze diese Mi-schung sofort mit 3 TropfenSilbernitratlösung.

a) Die Mischung darf nicht gelbgefärbt werden (Akrolein),

b) innerhalb 5 Minuten darfweder eine Färbung nocheine braunschwarze Ausschei-dung eintreten (reduzierendeStoffe). (Die Flüssigkeit istdann sofort wegzugießen, dasich Knallsilber bilden könnte,das gefährliche Explosionenveranlaßt.)