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13. Müllereierzeugnisse.
versteht, die im ungeputzten Zustande noch feine Schalenteileenthalten. Dunst ist feiner Grieß.
3. Mehl, der von Schalen möglichst befreite, zerkleinerte Mehl-körper.
4. Kleie ist der vorwiegend aus Schalenteilen bestellende Rest, derbei der Vermahlung des Getreidekornes nach Wegnahme allenMehles verbleibt.
3. Das Putzen des ausgelesenen Mahlgutes geschieht auf Schrot-,Grieß-, und Dunstputzmaschinen, in denen ein Luftstrom die leichtenSchalenteilchen aus dem Schrot, Grieß und Dunst zu dem Zweckeheraushebt, daß bei deren weiterer Zerkleinerung das Mahlgut nicht■durch zermahlene Schale verunreinigt wird.
Man unterscheidet Hoch-, Halbhoch- und Flachmahlverfahren.
1. Reim Hochmahlverfahren wird aus dem Getreide zunächst Grießerzeugt, dieses ausgelesen, geputzt, wieder zerkleinert, aus-gelesen, geputzt und alsdann erst zu Mehl gemahlen.
2. Beim Flachmahlverfahren wird dagegen Mehl unter Vermeidungvon Grieß erzeugt. Während das Hochmahlverfahren eine all-mähliche Zerkleinerung des Getreidekornes, also eine vielmaligeWiederholung des Zerkleinerungs-, Auslese- und Putzvorgangesvoraussetzt, mahlt dagegen das Flachmahlverfahren das Getreide-koni in wenig Durchgängen durch die Mahl- und Auslese-vorrichtungen klar.
3. Das Halbhochverfahren steht zwischen den beiden vorgenanntenVerfahren; hier wird ein geringerer Prozentsatz Grieß und Dunstals beim Hochmahlverfahren gewonnen, ausgelesen, geputzt undzu Mehl vermählen.
Weizen wird, da sein Grieß die feinsten Mehle liefert, hoch- und'halbhoch, Roggen dagegen flach vermählen.
Allen Arbeitsvorgängen der Getreide-Reinigung und Vermahlungist gemeinsam, daß alle Mahlerzeugnisse selbsttätig von Maschine zuMaschine laufen und nur die fertigen Erzeugnisse weggenommen wer-den. Dieser selbsttätige Lauf wird einmal dadurch erreicht, daß alleMahlerzeugnisse infolge ihrer Schwerkraft die untereinanderstehendenMaschinen durchlaufen und, sobald sie im untersten Miihlgeschoß an-gelangt sind, durch Becherwerke (Elevatoren) wieder bis in dasoberste Geschoß gehoben werden, ein andermal dadurch, daß sie hori-zontal durch Gurte und Schnecken von Maschine zu Maschine weiterbefördert werden.
Eine wichtige Aufgabe fällt in den Mühlen auch den Staub-sammlern zu, welche aus allen Staub- oder Wasserdunst erzeugendenMaschinen die Staubluft absaugen und den Staub zurückhalten undsammeln.
Die fertigen Mahlerzeugnisse, Mehl und Kleie, gelangen aus derMühle in Mischkammern, wo sie nach Maßgabe von Stammustern zuden sich durch Feinheit und Farbe unterscheidenden Handelsmarken ge-mischt und alsdann abgesackt werden.