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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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2 Einleitung.

Hilfsmittel erforderlich und chemische Kenntnisse unumgänglich not-wendig.

Von den Lehren der Chemie seien einige wenige Grundbegriffe voraus-geschickt, damit die Stoff liehe Zusammensetzung der Waren verstanden werdenkann.

Die Chemiker unterscheiden einfache und zusammengesetzte Stoffe.Einfache Stoffe oder Elemente können nicht in andere Stoffe zerlegt werden,zusammengesetzte Stoffe oder chemische Verbindungen bestellen aus zweioder mehr Elementen. Mit den chemischen Verbindungen sind nicht Ge-menge zu verwechseln. Kupfer ist beispielsweise ein Element, Kupfervitrioleine chemische Verbindung und Messing ein Schmelzgemisch aus Kupferund Zink.

Die Elemente werden in Metalle (s. d.) und Nichtmetalle: Wasser-stoff, Chlor, Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff, Phosphor, Arsen, Antimon, BorKohlenstoff, Kiesel eingeteilt.

Von den Verbindungen sind namentlich die Säuerst off verb in-dungen wichtig, man nennt sie Oxyde. Die Oxyde der Metalle geben mitWasser ätzend e Verbindungen, die in Wasser aufgelöst L äugen heißen, z. 13.Natrium -)- Sauerstoff = Natriumoxyd,Natriumoxyd -|- Wasser = Ätznatron,Atznatron in Wasser aufgelöst = Natronlauge.Die Oxyde der Nichtmetalle geben mit Wasser saure Verbindungen,die in Wasser aufgelöst Säuren heissen.

Kohlenstoff -f- Sauerstoff = Kohlendioxyd,Kohlendioxyd -f- Wasser = Kohlensäure.Die Laugen und Säuren vereinigen sich zu Salzen, z. B.

Natronlauge -j- Kohlensäure = Kohlensaures Natrium oder Soda.

Doch ist es in manchen Fällen auch den: Laien möglich, mit Zu-hilfenahme leicht zu handhabender Sondereinrichtungen oder durchAusführung einfacher chemischer Untersuchungen, sogenannter Vor-prüfungen, sich einige Kenntnis von der stofflichen Beschaffenheit einerWare zu verschaffen und somit ihre Güte und Echtheit zu erkennen.So kann man beispielsweise durch Erhitzen einer Ware oder aus ihremVerhalten gegen Lösungsmittel und gegen gewisse Farbstoffe manchschätzenswerten Aufschluß erhalten. Beim Erhitzen eines Körpers mußman beobachten, ob er verdampft, schmilzt, verkohlt oder verbrennt.Als Lösungsmittel kommen vornehmlich Wasser, Alkohol, Äther,Benzol, Terpentinöl, Säuren und Laugen in Betracht. Von Farbstoffen,die durch Einwirkung gewisser Stoffe ihre Farbe in auffälliger Weiseverändern, ist Lackmus zu nennen, das durch Säuren gerötet wird.Andererseits wird das gerötete Lackmus durch Laugen wieder gebläut.

Das mikroskopische Verhalten einer Ware ist wesentlich leichterfestzustellen als das chemische, da das Mikroskop, wenn auch sorg-fältige, so doch nicht schwer zu erlernende Handhabung erfordert.

Die Dichte schließlich ist diejenige Eigenschaft der Waren, dieder Kaufmann ebenso wie der Techniker bei der Beurteilung derWaren am meisten berücksichtigt. Es soll deshalb hierauf näher ein-gegangen werden, zumal die Bestimmung der Dichte besondereSchwierigkeiten nicht hat. Um die Dichte eines Stoffes zahlenmäßiganzugeben, vergleicht man sie mit der des Wassers von 4°, da dasWasser bei dieser Temperatur seine größte Dichtigkeit besitzt. DasGewicht 1 cem Wassers von 4° ist 1 g. Da man das Gewicht 1 cem

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