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Practicum für Pharmaceuten : Analytische Uebungen und Präparate im Anschlusse an die "Einleitung in die chemische Analyse" und das Arzneibuch
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4,7, so hätte man im Ganzen 18,5 cc Permanganat, wovonfür die 10 cc Oxalsäure wieder 9,8 cc abgehen. Bleiben so-nach für die Oxydation des Wassers 8,7 cc. Diese sind nach

9,8:10 = 8,7 :xauf J /ioo Permanganat umzurechnen; x = 8,9 cc V 100 Perman-ganat. 1 cc Permanganat = 0,000316 g KMnO". (Man kannauch auf den verbrauchten Sauerstoff berechnen; dann ist 1 ccPermanganat = 0,00008 O 2 .)

e. Bestimmung von Chlor.

Geschieht durch Titration von 50 cc Wasser mit 1 jio Nor-malsilberlösung mit Kaliumchromatlösung als Indikator oderbei alkalischen, sauren oder viel organische Stoffe enthaltendenWässern besser gewichtsanalytisch in bekannter Weise. (Al-kalische Wässer säuert man in letzterem Falle mit verdünnterSalpetersäure an, saure Wässer neutralisiert man zunächst mitchlorfreier Natronlauge und säuert dann mit Salpetersäure an.)Berechnet wird als Chlor: lcc ] /io AgNO 3 = 0,003546 g Cl 2 .

f. Bestimmung von Schwefelsäure.

In 100—200 cc Wasser bestimmt man nach dem Ansäuernmit verdünnter Salzsäure die Schwefelsäure gewichtsanalytischin bekannter Weise mittelst Baryumchlorids. Berechnet wirdals SO 3 .

g. Nachweis und Bestimmung der Salpetersäure.

Qualitativ kann die Salpetersäure nur dann nachge-wiesen werden, wenn salpetrige Säure nicht zugegen ist.Ergiebt sich deshalb die Gegenwart letzterer, so ist quanti-tativ nicht nur auf die salpetrige, sondern auch auf Salpeter-säure zu prüfen. — Ist salpetrige Säure nicht zugegen, soprüft man auf Salpetersäure mit Brucin oder Diphenyl-amin. Bei der Brucinreaktion giebt man zu 1 cc desWassers in einem Porzellanschälchen einige Körnchen Brucinund dann 1 cc reine konz. Schwefelsäure. Ist Salpetersäurezugegen, so tritt die bekannte Kotfärbung ein. Bei der Di-phenylaminreaktion verfährt man analog unter Verwen-dung von Diphenylamin; es tritt gegebenen Falls Blaufär-bung ein.

1. Zur quantitativen Bestimmung benutzt man die vonMayrhofer modifizierte lfora;'sche Methode.

Erforderliche Lösungen:

Indigcarminlösung: Beiner Indigcarmin wird in Wassergelöst; die Lösung ist soweit zu verdünnen, dass 5 cc der-selben 5 cc der Kaliumnitratlösung bei Gegenwart von 5 ccreiner konz. Schwefelsäure eben dauernd blaugrün färben. (Ein-stellung wie unten!) — 5 cc entsprechen dann 0,060 g = 60 mgN0 3 H im Liter. — Die blaue Lösung dieses Salzes der Indig-blauschwefelsäure, C 16 H 8 N 2 0 2 (S0 3 K) 2 , wird durch Salpetersäureunter Oxydation entfärbt.

Kaliumnitratlösung: 0,09629 g KNO 3 im Liter.

Die Titration nimmt man in kleinen Glaskölbchen von