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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 2 (1903) Mehrkernige Benzolderivate
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der Diplienylpropanreihe.

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gemässigt. Man lässt 2 Tage im gut verstopften Kolben stehen, schüttelt mit 200 ccmEiswasser und 300 ccm Ligrom durch. Die filtrirte wässerige Lösung wird mit Essig-säure bis zur beginnenden Ausscheidung versetzt und darauf mit Kohlensäure ge-fällt. Durch Ausschütteln der Ligroinlösung mit Wasser werden weitere Antheilegewonnen.

Dibenzoylmethan», C 6 H 6 -CO-CH 2 -CO-C 9 H 6 , entstelitnebenOxybenzalaceto-phenon beim Behandeln von Benzalaeetophenondibromid oder Brombenzalacetophenonmit alkoholischem Alkali. Es besitzt denselben Schmelzpunkt wie das Oxybenzal-acetophenon, löst sich aber nicht in Natronlauge und wird durch Eisenchlond nichtgefärbt. Durch Säuren und Alkalien wird es in alkoholischer Lösung allmähhch inOxybenzalacetophenon umgelagert.

«-Dibenzoyl-fS-oxypropyleu 2 (früher Dibenzoylaceton genannt) (vgl. S. 248),(C 6 H 5 —CO)„C=C(OH)—CH 3 , bildet kurze Prismen, welche in einem auf 85—90°erhitzten Bade schmelzen, bei 93° wieder fest werden und bei 101-102° zum zweitenMale schmelzen. Es löst sich mit gelber Farbe in Alkalien, Alkalicarbonaten undAmmoniak und röthet mit Wasser befeuchtetes blaues Lakmuspapier. Die alko-holische Lösung wird durch Eisenchlorid dunkelblutroth gefärbt. Durch Umkry-stallisiren aus heissem Alkohol wird es in das Dibenzoylaceton verwandelt.

Darstellung 3 : Man bereitet eine Lösung von 4-6 g Natrium m 100 ccmAlkohol. In 50 ccm dieser Lösung werden 16-2 g Benzoylaccton gelöst und unterEiskühlung 7 g Benzoylchlorid zugegeben, 2 Stunden in Eis und 2 Stunden bei ge-wöhnlicher Temperatur stehen gelassen, worauf man wieder auf 0" abkühlt und25 ccm der Natriumäthylatlösung und 3-5 g Benzoylchlorid zusetzt. Die Mischungwird wie oben behandelt, dann 12-5 ccm der Natriumäthylatlösung und 1-8 gBenzoylchlorid und schliesslich 6-2 ccm Natriumlösung und 0-9 g Benzoylchloridzugesetzt, Man lässt 12 Stunden stehen, setzt Wasser und darauf Eisessig zu, löstden Niederschlag in Natriumcarbonat und fällt mit Eis und Essigsäure.

Dibenzoylaceton, Acetyldibenzoylmetliau 4 , (C 6 H B —CO) s CH—CO—CH 8 , ausder vorigen Verbindung durch Umkrystallisiren aus heissem Alkohol erhalten, kry-stallisirt iu schneeweissen, feinen, asbestartigen Nadeln vom Schmelzpunkt 107° bis110°. Durch Natriumcarbonat wird es nicht direct gelöst, erst beim längeren Stehenfindet Lösung unter Bildung des Isomeren statt. Eisenchlorid ruft erst nach 5 bis10 Minuten Rothfärbung hervor, indem gleichfalls das Isomere gebildet wird.

Diphenyltriketon», C 6 H ß -CO-CO-CO-C 6 H 6 , wird dargestellt durchBromiren des Dibenzovlmethans, Uebevführung des Bromprodukts in Dibenzoylcar-

C 6 H 6 -CO—CH—CO—C 6 H 6binolacetat > Bromiren und Erhitzen des Bromderivats,

O-CO-CH3

C 6 H 6 —CO—CBr- CO—C„H 6

, im Vacuum.

O—CO—CH 8

Schmelzpunkt 69—70°. Mit Wasser vereinigt es sich zu einem farblosen Hydrat vom

Schmelzpunkt 90 °-

Es bildet goldgelbe Krystalle vom

1 J.Wislicbnds, LÖWENHEIM, Schmidt u. Wells, Ann. 308, 219—263 (1899). —Vgl. Pond, Maxwell u. Norman, Journ. Am. Soc. 21, 964 (1899).

2 E. Fischer u. Bülow, Ber, 18. 2133 (1885). — Nee, Ann. 277, 66 (1893). —Claisen, Ann. 277, 184 (1893); 291, 53 (1896).

3 Claisen, Ann. 291, 56 (1896).

4 Claisen, Ann. 277, 194 (1893); 291, 73 (1896).

5 Neufville u. Pechmann, Ber. 23, 3375 (1890).