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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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336 Formazylwasserstoff, Formazylcarbonsäure. Formazylazobenzol.

R-C<

N-NH-R,

X N:N-R n

sr-c/

N-N(OH)-R,X N:N-E n

N-N-B,R-C<f \ /OH,

Ar

-de

Tetrazoliumhydroxy

welche durch alkalische Reductionsrnittel wieder in die ursprünglich 11Formazylkörper zurückgeführt werden. Durch Einwirkung von concefl"trirten Mineralsäuren gehen sie in Verbindungen der Phentriazin-GrupP eüber:

^C-XNNH.C.H,

C X

HN-C 6 H 5 .

Formazylwasserstoff C,H S -N:N-CH: N-NH-C 6 H 5 entsteht aus der FormazTcarbonsäure (s. unten) durch Kohlensäure-Abspaltung, ferner durch EinwirkungDiazobenzol auf freie Malonsäure:

(C0 2 H) 2 CH 2 + OH-N:N-C 8 H 6 = H 2 0 + (CO,H),C : N-NH-C 9 H 6 ,(C0 2 H) 2 C:N-NH-C 6 H 5 + C 6 H 5 .N:X-OH = C 6 H 5 -X : N-CH : N-XH-C 6 H 5

+ 2C0 2 + 1-1,0und neben Formylphenylhydrazin bei Behandlung von Ameisensäureester oder be9Orthoameisensäureester mit Phenylhydrazin, bildet ponceaurothe Nadeln mit bla« eSchimmer und schmilzt unter Aufschäumen bei 117119°.

Formazylcarbonsäure C0 2 H-C(N : N-C 6 H 5 ): N-NH-CH 5 entsteht durch v^*seifung ihres Esters, bildet kirschrothe, seidenglänzende Nädelchen mit blauem Obflächenschimmer und schmilzt unter lebhafter Kohlensäure-Entwickelung raerhitzt bei 162164°. Der Aethylester entsteht durch Einwirkung V ° BDiazobenzol auf Beuzol-azo-acetessigester (bezw. auf Acetessigester selbst):

C,H 6 .C0 2 .C-CO-CH 3 C,H 5 .CO,-C-N:N-O«0*

+ OH-N:N-C 6 H 5 = OH-CO-CH 3 +

X-NH-C 6 H 5 N-NH-C»»»

und schmilzt rasch erhitzt bei 115117°.

Formazyl-azo-benzol C 8 H-.X:N-C(-N:N-C 6 H 6 )(:N-NH-C 6 H 6 ) entsteht ausseiordentlich häufig als Endprodukt der Einwirkung von alkalischem Diazobenzol aKörper mit den Atomgruppen CO-CH 3 resp.COCH 2CO infolge successi^verlaufender Abspaltungsprocesse, z. B. bei der Einwirkung von Diazobenzol aAcetessigester, wobei die folgenden (sämmtlich isolirten) Zwischenprodukte a» zlnehmen sind:

C 6 H 5 -N:N.C-C0 2 -C 2 H 5

CH 3 .C0-C-C0,-

N-NH-C 6 H 6

C 6 H 5 .N:X-C-C0 2 K||N-NH-CH«

N-NH-C a H 5

C 6 H 6 .N:N-C.X:N-CH S

-- N-NH-C 6 H

erwähnt sei ferner seine Bildung durch Combinatiou von Diazobenzol mit FormatWasserstoff; am leichtesten darzustellen dürfte es durch Einwirkung von Diazoben^ 0auf Acetaldehyd sein:

C 6 H 5 .N:N.C:N.NH-C 6 H 5 tt _H-CO-CH 3 + 3 0H-N:N-CH 5 = H-CO-OH + + 2Bs u '

X:N-C 6 H 6