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2 (1869)
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Die Tabula smaragdina.

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Verum, sine mendacio, certum et verissimum. Quodest inferius est sicut quod est superius, et quod est superiusest sicut quod est inferius, ad penetranda miracula reiunius. Et sicut omnes res fuerunt ab uno, meditationeunius, sie omnes res natae fuerunt ab hac una re, adapta-tione. Pater ejus est sol, mater ejus est luna. Portavitillud ventus in ventre suo. Nutrix ejus terra est. Pateromnis telesmi totius mundi est Inc. Virtus ejus integraest, si versa fuerit in terram. Separabis terram ab igne,subtile a spisso, suaviter, magno cum ingenio. Ascendita terra in coelum, iterumque descendit in terram, et re-cipit vim superiorum et inferiorum. Sic habebis gloriamtotius mundi. Ideo fugiet a te omnis obscuritas. Haecest totius fortitudinis fortitudo fortis, quia vincet omnemrem subtilem, omnemque solidam penetrabit. Sic rnunduscreatus est. Hinc erunt adaptationes mirabiles, quarummodus est hie. Itaque vocatus sura Hermes Trismegistus,habens tres partes philosophiae totius mundi. Completumest, quod dixi de operatione solis.So lautet die Schrift, welche lange als die älteste chemischeUrkunde abgebend und den Schlüssel zur Lösung des Geheim-nisses, wie andere Metalle in Gold zu verwandeln, Denen, die sieverstehen, bietend angesehen wurde. Dunkel, wie sie ist, wurdesie manchmal als der eigentlichen Alchemie Fremdes lehrend be-trachtet, doch meistens von den Alchemisten als ihrem Archivzugehörig beansprucht 30 ). Mährchenhaft gestaltete sich die Sage,

weiss nicht einmal gewiss, in welcher Sprache die Schriften des GrafenBernhard von Treviso (1406—1490) ursprünglich geschrieben waren.

so ) Dem Inhalt der Tabula smaragdina, welcher so lange auf das Ge-heimniss, wie Gold künstlich zu machen sei, gedeutet wurde, eine chemischeErklärung zu wahren, hat in neuerer Zeit noch Schmieder (a. a. 0., S. 34)versucht: „So viel sieht man wohl, dass von Scheidung die Rede sei, fernervon Behandlung der Körper mit Feuer, endlich von einem Aufsteigen undNiederfallen ausgeschiedener Theile. Das Alles lässt sich ganz ungezwungen

auf die Erscheinungen der Destillation deuten.-------Wol lässt sich denken,

dass man die Wirkungen der Destillation anfänglich überschätzt und den Er-finder derselben vergöttert habe. Gerechte Anerkennung des Verdienstes wares, wenn man ihm in Tempeln, auch wol im Grabe, ein Denkmal stifteteund ein solches scheint mir die Tabula smaragdina zu sein".

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