Kekules Benzoltheorie.
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in engerer Verbindung oder in dichterer Aneinanderlagerung. Andiesen Kern können sich dann weitere Kohlenstoffatome anlagern,und zwar in derselben Weise und nach denselben Gesetzen, wiedies bei den Fettkörpern der Fall ist."
Man müßte sich also nach Kekule zunächst von der ato-mistischen Konstitution dieses Kernes Rechenschaft geben. Währendin gewöhnlichen Fällen bei den Fettkörpern die Kohlenstoff-atome sich so aneinanderlagern, daß sich je eine Verwandtschafts-einheit des einen Atoms gegen eine Verwandtschaftseinheit desbenachbarten Atoms bindet, kann man die Hypothese aufstellen,daß bei den aromatischen Verbindungen die Bindung abwechselnddurch je eine und je zwei Verwandtschaftseinheiten erfolgt, undalso durch die Periode
1/1, 2/2, 1/1, 2/2 usw.
ausgedrückt werden kann. Dieses Symmetriegesetz der Aneinander-lagerung der Kohlenstoffatome führt zur Erklärung der Kon-stitution der aromatischen Verbindungen oder wenigstens desKernes, der allen diesen Substanzen gemeinsam ist. „Nimmt mannämlich an", sagt Kekule, „sechs Kohlenstoffatome seien nachdiesem Symmetriegesetz aneinandergereiht, und macht man dieweitere Annahme, daß die zwei Kohlenstoffatome, welche die Ketteschließen, untereinander durch je eine Verwandtschaftseinheitgebunden seien, so hat man eine geschlossene Kette (einensymmetrischen Ring), die noch sechs freie Verwandtschaftseinheiten
Fig. 2. Fig. 3.
enthält. Von dieser geschlossenen Kette nun leiten sich alle dieSubstanzen ab, die man gewöhnlich als aromatische Verbindungenbezeichnet." Die geschlossene Kette C 6 A 6 drückte Kekule graphischzunächst durch die Fig. 2 und ein Jahr später in seinem Lehrbuchedurch die Fig. 3 aus.
So weit waren Jie Ideen Kekules nicht ganz neu. Einige•fahre früher hatte Loschmidt (s. S. 247) ausgesprochen, daß man inallen aromatischen Verbindungen einen gemeinsamen Kern Cj , wie
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