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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Kekules Benzoltheorie.

er im Benzol vorkommt, annehmen muß. Die Zusammensetzungdieses Kernes wollte er durch „Schichtung" der Kohlenstoffatomeerklären und ihm ungefähr das Schema I beilegen. „Jedenfallsist es", sagt er, „nach dem bis jetzt Vorliegenden unmöglich,hierüber zu einem definitiven Resultat zu gelangen, und wirkönnen unsere Entscheidung um so mehr in suspenso halten,

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als unsere Konstruktionen davon völlig unabhängig sind. Wirnehmen für den Kern Cj 1 folgendes Symbol (Schema II) an undbehandeln denselben ganz so, als ob er ein sechsstelliges Elementwäre. Das Benzol C 6 H 6 (Schema III) ist in der Phenylreihe, wasdas Sumpfgas, CH 4 , in der Methylreihe."

Übersetzt man das Symbol I in eine gewöhnliche Struktur-formel, so erhält man folgenden Ausdruck für den Benzolkern:

:C—G—C.

k

.0-

-C:

Loschmidt hatte graphische Formeln für nicht weniger als121 aromatische Verbindungen aufgestellt.

Wir kehren zu Kekules Abhandlung zurück. Nachdem erseine Auffassung von dem Benzolkern auseinandergesetzt hat, gehter zur Diskussion von dessen Verbindungen über. Die sechsVerwandtschaftseinheiten dieses Kernes können durch sechs ein-atomige Elemente gesättigt werden, oder sie können sich, wenig-stens zum Teil, durch je eine Affinität mehratomiger Elementesättigen. Diese letzteren müssen dann andere Atome mit in dieVerbindung einführen und so eine oder mehrere Seitenketten er-zeugen, welche sich ihrerseits durch Anlagerung anderer Atomenoch verlängern können. Eine Sättigung zweier oder mehrererVerwandtschaftseinheiten durch ein zwei- oder mehrwertiges Ele-ment ist der Theorie nach nicht möglich. Wenn alle Verwandt-schaftseinheiten des Kernes durch Wasserstoff gesättigt sind, sohat man das Benzol. In ihm kann der W T asserstoff ganz oderteilweise durch Chlor, Brom oder Jod vertreten werden. „Indiesen Substitutionsprodukten", sagt er, „befindet sich das Halogenin sehr inniger Verbindung mit dem Kohlenstoff, es ist sozusagen