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Bestimmung der Atomvolumina.
die Beobachtung, daß die Zusammensetzungsdifferenz CH 2 einerDifferenz in dem spezifischen Volumen von ungefähr 22 entspricht,wovon die Hälfte auf den Kohlenstoff kommt, und daß äqui-valente Mengen Sauerstoff und Wasserstoff sich in flüssigen Ver-bindungen ohne erhebliche Volumänderung vertreten können, konnteKopp die Atomvolumina für Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauer-stoff berechnen. Später fand er jedoch, daß das Atomvolumendes Sauerstoffs verschieden groß ist, je nach der Art seines Vor-kommens im Molekül, wenn er sich nämlich „in oder außerhalb desRadikals" (oder, wie wir jetzt sagen, als Carbonyl- oder Hydroxyl-sauerstoff) befindet (s. weiter unten).
Diese Untersuchungen von Kopp, die noch in den fünfzigerJahren fortgesetzt wurden und die er selbst als „Stöchiometrieder physikalischen Eigenschaften" rubrizierte, waren, wie schonangedeutet, in zweierlei Hinsicht von Bedeutung für die orga-nische Chemie; einerseits haben sie ein neues Feld für die For-schung eröffnet, die Beziehungen zwischen Zusammensetzung undphysikalischen Eigenschaften der Verbindungen, andererseits dieAufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Bestimmung, und zwarder genauen Bestimmung dieser Eigenschaften gelenkt. „Siewaren den jungen Forschern Vorbilder für den Anbau des Grenz-gebietes zwischen Chemie und Physik."