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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Organische Elementaranalyse.

Analyse einführte, bezweckten, eine langsame und vollkommeneVerbrennung der organischen Substanz und eine sichere Bestim-mung des Gewichtes des bei der Verbrennung erhaltenen Wasserszu erzielen. Er führte die langgestreckte, horizontal liegendeVerbrennungsröhre ein, mischte das angewandte Kaliumchloratmit Kochsalz, um die Verbrennung weniger heftig zu machen, undließ die Verbrennungsgase zur Absorption des Wassers durch einemit Chlorcalcium gefüllte Röhre streichen. In der Beschreibungdes Verfahrens, in der Abbildung des Apparates, tritt uns hierschon die organische Elementaranalyse im wesentlichen so, wiesie in der folgenden Zeit ausgeführt wurde, entgegen. Späterwandte er Kupferoxyd an, welches gleichzeitig von Gay-Lussacund von Döbereiner (1815) zu diesem Zwecke vorgeschlagenwar. Alle Fehlerquellen bei der Analyse wurden von Berzeliusberücksichtigt und so weit als möglich beseitigt. Die Reinheitder zu analysierenden Substanzen hebt er als einen Punkt vongrößter Wichtigkeit hervor, „der oft schwieriger zu erreichen sei,als irgend ein anderer und ihm oft mehr Mühe gemacht habe,als alle übrigen zusammengenommen".

Das Kupferoxydverfahren wurde von Liebig (1831) wesent-lich vereinfacht und für Verbindungen aller Art anwendbar ge-macht, besonders durch die Einführung des Kugelapparates zurAbsorption der Kohlensäure. Durch Lieb ig s Verbesserungenwurde die Ausführung der organischen Analyse, wie Berzeliussagt: „zu einer der leichtesten Operationen gemacht", währendsie früher eine schwere Tagesarbeit erforderte. „Wir benutzentäglich Liebigs Apparat. Es ist ein herrliches Instrument",schrieb er im Jahre 1834. Liebig selbst äußerte über diesenGegenstand: „Durch die Arbeit, welche Gay-Lussac mit mirüber das Knallquecksilber gemacht hatte, wurde ich mit derorganischen Analyse vertraut, und ich sah sehr bald, daß allerFortschritt in der organischen Chemie wesentlich von ihrer Ver-einfachung abhängig sei; denn man hat es in ihrem Gebiete nichtmit verschiedenartigen Elementen, die sich in ihren Eigentümlich-keiten erkennen lassen, sondern immer mit denselben Elementenzu tun. Was in der unorganischen Chemie eine Reaktion war,mußte in der organischen eine Analyse sein." Eine genaue Be-stimmung des Stickstoffs als eine von der Kohlenstoff- und Wasser-stoffbestimmung getrennte Operation wurde erst durch die vor-zügliche Volummethode von Dumas (1830) möglich. Die Methode,den Stickstoff als Ammoniak zu bestimmen, wurde im Jahre 1841