Organische Elementaranalyse.
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ermittelt. Aus diesen Daten wurde die Menge Kohlenstoff, Wasser-stoff bzw. Sauerstoff berechnet. Das Wasser wurde also nur in-direkt bestimmt. Wie aus seinen später veröffentlichten Tage-büchern hervorgeht, hat er bei schwer verbrennlichen Körpern stattdes freien Sauerstoffs Quecksilberoxyd, Mennige oder Braunsteinals sauerstoffabgebende Mittel benutzt. Wären diese Versucheschon damals bekannt geworden, so hätte sich die organischeAnalyse sicherlich schneller bei den Chemikern eingebürgert, alses der Fall war, und die Bemühungen, die Zusammensetzung derorganischen Verbindungen durch Verpuffen ihrer Dämpfe mitSauerstoff zu ermitteln (Saussure, Thenard), würden unter-blieben sein.
Die ersten günstigen Analysenresultate erhielten Gay-Lussacund Thenard (1811), die als Verbrennungsmittel Kaliumchloratanwendeten, welches sie in Form kleiner Kugeln in eine senkrechtstehende, zum Glühen erhitzte Röhre fallen ließen. Die Voluminader gebildeten Kohlensäure und des freien Sauerstoffgases wurdenbestimmt. Sie ermittelten in dieser Weise die Zusammensetzungvon 19 Verbindungen, unter diesen Essigsäure, Oxalsäure, Wein-säure, Citronensäure, Zucker, Milchzucker, Gummi, Stärke, Baumöl,Kopal, Eiweiß und Leim. Wie es sich später herausstellte, warendie Resultate dieser mit außerordentlicher Geschicktheit aus-geführten Analysen im wesentlichen richtig. Aus den Analysenglaubten Gay-Lussac und Thenard sogar einige allgemeineSchlüsse ziehen zu können: Eine organische Substanz sei immersauer, wenn sie neben dem Kohlenstoff Sauerstoff in größererMenge enthalte, als erforderlich ist, um mit dem vorhandenenWasserstoff Wasser zu bilden; sie habe einen harz-, öl-, alkohol-haltigen oder ähnlichen Charakter, wenn der Gehalt an Sauerstoffkleiner sei, als zu solcher Wasserbildung nötig ist; sie sei wedersauer noch alkoholartig usw., sondern von der Art des Zuckers,des Stärkemehls, der Holzfaser, wenn sie Sauerstoff und Wasser-stoff in demselben Verhältnisse wie das Wasser enthalten. Ausder letzten Regel ersieht man, wie richtig die Analysen aus-gefallen waren.
Berzelius, der 1811 sich vorgenommen hatte, zu erforschen,°b die Gesetze der chemischen Proportionen auch für die organi-schen Verbindungen Gültigkeit haben, war es besonders wichtig,die Elementarzusammensetzung bei diesen Stoffen, „das relativeGewicht von den Atomen der untersuchten Materie", genau er-mitteln zu können. Die Verbesserungen, die er in der organischen
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