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Begriff und Einteilung.
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selben Verbindungen sowobl im Pflanzen- als im Tierreiche vor-kommen konnten. Unter den Beobachtungen und Arbeiten, dienach dieser Richtung wirkten, können Chevreuls Untersuchungenüber die Fette, welche die Zusammengehörigkeit der Pflanzen- undTierfette aufklärten, erwähnt werden, und weiter die Entdeckungder Benzoesäure als ein Bestandteil des Tierharnes sowie Döbe-reiners Beobachtung (1822), daß die Ameisensäure aus vegeta-bilischen Stoffen, wie aus Weinsäure, dargestellt werden kann, undauch andere derartige später gemachte Beobachtungen. DieseEinteilung findet sich noch in Lehrbüchern aus den 40 er Jahrendes 19. Jahrhunderts und wurde in den Jahresberichten vonBerzelius bis zu seinem Tode (1848) befolgt. In der drittenAuflage des Gmel in sehen Handbuches (1848) ist sie verschwundenund zugleich der ganze physiologisch-chemische Teil der organi-schen Chemie der Behandlung der Phyto- und Zoochemie über-lassen, welche von der organischen Chemie im engeren Sinne ab-geschieden wurden. Diese soll nur die in den Pflanzen- undTierkörpern sich vorfindenden einfachen organischen Verbindungenund ihre Derivate behandeln. Das Gebiet der organischen Chemiehatte nun eine richtigere Begrenzung erhalten.
Die Auffassung der organischen Chemie als die Chemie derKohlenstoffverbindungen kam gewissermaßen schon in einigenfrüher erschienenen Lehrbüchern zum Ausdruck, z. B. in Döbe-reiners „Grundriß der allgemeinen Chemie" (1826) und in Mit-scherlichs „Lehrbuch der Chemie" (1834). In dem erstgenanntenwerden die organischen Verbindungen in einem Zusammenhangunter dem Kohlenstoff behandelt. Zuerst wird der freie Kohlen-stoff besprochen, dann dessen Sauerstoff Verbindungen, zu denenauch die, Ameisensäure und Oxalsäure (kohlige Säure) gezähltwerden, weiter Zucker, Stärke usw. als Verbindungen von Kohlen-stoff mit „polarisiertem Wasser" und die übrigen Verbindungen,die Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff enthalten, wie Alkohol,zusammengesetzte Äther, Äther, Essigsäure und die übrigenSäuren, und schließlich die Stickstoffverbindungen des Kohlen-stoffs, das Cyan und dessen Derivate, sowie die Pflanzenbasen,als Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff enthaltend.In dem Lehrbuche von Mitscherlich ist die Aufstellung teil-weise dieselbe. Auch hier werden die organischen Verbindungenparallel mit den anorganischen Verbindungen behandelt, abernicht alle in einem Zusammenhang. Er ordnet z. B. die Säurenm verschiedene Gruppen an, Sauerstoff säuren, Wasserstoff säuren