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Würmer.
Aufenthaltsort des Muttertieres abgesetzt und liefern Larven, welche schonbald nach dem Auskriechen dem fertigen Tiere ähnlich werden (daherder Name „Monogenen").
Zu den interessanteren Polystomeen gehört der auf Kiemen undHaut von Karpfen schmarotzende Gyrodactylus elegans Nordm. Ergebiert lebendige Junge, welche schon vor ihrer Geburt in ihrem Uteruseine zweite und in dieser wieder eingeschachtelt eine dritte Generationenthalten, hervorgegangen aus frühzeitig gesonderten, wie parthenogene-tische Eier sich entwickelnden Furchungskugeln. — Noch auffallender istdas ebenfalls auf Cyprinoiden-Kiemen lebende Diplozoon paradoxumNordm., welches seinen Namen dem Umstände verdankt, daß man stetszur Zeit der Geschlechtsreife die Tiere über Kreuz ähnlich den siamesi-schen Zwillingen verwachsen findet (vgl. S. 143, Eig. 109). Aus denEiern kriechen die früher unter dem Namen Diporpa beschriebenen Ein-zeltiere aus, welche erst nachträglich unterein-ander verwachsen. Jede Diporpa hat zu diesemZweck einen Rückenzapfen und eine ventraleSauggrube. Eine paarweise Vereinigung findetstatt, indem jeder Paarung den Rückenzapfendes anderen mit seiner Sauggrube packt. Dabeiverwächst zum Zweck der gekreuzten Befruch-tung die Seheide des einen Paarlings mit demSamenleiter des anderen. — Den Übergang zumEntoparasitismus vermittelt das Polystomum.integerrimum Rud. aus der Harnblase desFrosches. Dasselbe lebt anfänglich auf denKiemen der Kaulquappe; wenn bei der Meta-morphose des Frosches die Kiemen verlorengehen, sucht der Parasit notgedrungen in derHarnblase einen neuen weichhäutigen Nährboden(Eig. 213). Reine Entoparasiten aber nochmonogen sind die in Schildkröten, Fischen undMttscheln schmarotzenden Aspidocotyleen.
Fig. 213. Polystomum integerrimum (nach Zeller).Zwei Tiere in wechselseitiger Begattung, darunter einTier stärker vergrößert, m Mundöffnung, fih Pharynx,d verästelter, voll Blut gesaugter Darm, pg Porusgenitalis, Mündung für Vas deferens [vd) und Uterus(ti), v die Mündungen der paarigen Scheiden (v), hHodenbläschen, ot Öotyp, ov Ovar, do Dottergänge,do Stellen, an denen der Übergang in den nicht dar-gestellten Dotterstock erfolgt, x Canalis vitello-intestinalis,s Saugnäpfe, k l k- vordere und hintere Haken. DasVas deferens wurde] der Deutlichkeit halber über denweiblichen Geschlechtsapparat gezeichnet.
II. Unterordnung. Distomeen, Digenea, Malacocotyleen.
Für die entoparasitischen Trematoden, die Distomeen, welche alsgeschlechtsreife Tiere fast ausnahmslos im Darm und in dessen Anhangs-organen, seltener in den Blutgefäßen, Urogenitalorganen und auch derLeibeshöhle von Wirbeltieren leben, sind zunächst gewisse anatomischeMerkmale charakteristisch: als Dunkelbewohner haben sie mit wenigenAusnahmen die Augenflecken verloren, welche nur noch während desLarvenlebens und auch da nicht immer auftreten. Da sie nicht so sehr