Zusammenfassung.
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ihre Verteilung ist sehr gesetzmäßig, indem 2 Rippengefäße auf deneinander zugewandten Seiten stets gleichartige Geschlechtsorgane tragen.Die Entleerung der Geschlechtsprodukte erfolgt durch das Lumen derGastrovascularkanäle.
Die artenarme Gruppe wird nach dem Vorhandensein oder demFehlen der Tentakeln eingeteilt. Mit Tentakeln versehen (Tentaculata)sind die teils kugelig, teils birnförmig gestalteten Cydippiden: Pletiro-brachia rliododactyla Ag. Hormiphora plumosa Ag. (Fig. 201), und diebandförmigen Cestiden: Cestus Veneris Les., Venusgürtel. Tentakellos{Nuda), mit weitem Magen ausgerüstet sind die kosmopolitischen Beroiden:Beroc Forskali M. E. — Kleine auf Unterlagen kriechende CtenophorenCoeloplana Metschnikowi Kow. und Ctenoplana Kowalewskü Kort.werden in der Neuzeit von manchen Zoologen als Übergangsformen zuden Turbellaricn gedeutet.
Zusammenfassung der Resultate über Cölenteraten.
1. Die Cölenteraten wurden früher Radiaten genannt, weil siemeist eine radiale Grundform haben; dieselbe ist bei niederen Formennoch nicht gut ausgeprägt; bei den höheren kann sie in die zweistrahlige,manchmal sogar in die bilateral-symmetrische Grundform übergeführtwerden.
2. Die Cölenteraten heißen vielfach auch Pilanzentiere, weildie meisten unter ihnen festgewachsen und dadurch äußerlich pflanzen-ähnlich geworden sind; die Pfianzenähnlichkeit wird gesteigert, indem un-vollständige Teilung und Knospung zur Koloniebildung führt, was denmeisten Cölenteraten ein buschartiges Aussehen verleiht.
3. Der Name Cölenteraten wurde gewählt, weil die Tiere nurein Hohlraumsystem haben, einen einfachen oder mit Verästelungen aus-gerüsteten Magen, der gleichzeitig den Darm und die morphologisch vomDarm noch nicht gesonderte Leibeshöhle vertritt.
4. Der cölenterische Apparat heißt auch Gastrovascular-syStern, weil verästelte Ausläufer des Magens die Nahrung überall hinverteilen und so die Function der Blutgefäße erfüllen.
5. Die Fortpflanzung ist entweder geschlechtlich oder ungeschlecht-lich, sehr häufig cyklisch (Generationswechsel).
6. Die Cölenteraten werden in Spongien und Cnidarien eingeteilt.
7. Der Körper der Spongien ist eine Bindesubstanzmasse, durch-setzt von Kanälen, welche von einem auch die Körperoberfläche über-ziehenden Plattenepithel ausgekleidet sind (Bindesubstanz -4- Plattenepithel= Meso-Ectoderm). Ein aus Geißelzellen (Kragenzellen) bestehendesEntoderm findet sich nur im Bereich der Geißelkammern, welchein den Verlauf der Kanäle eingeschaltet sind (bei den Asconen im Be-reich des Centralmagens).
s. Die Tiere nehmen die Nahrung durch feine Poren der Körper-oberfläche, Dermalporen, auf und geben das Unverdauliche durch einoder mehrere Oscula ab.