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Lehrbuch der Zoologie
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IV. Anthozoen: Hexacorallien.

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Fußseheibe zu kriechen. Den deutschen NamenSeerosen'' verdankensie teils ihren lebhaften bunten Farben, teils der großen Zahl der Ten-takeln, welche wie Blumenblätter einer gefüllten Rose in vielen kon-zentrischen Reihen vom Rand der Mundscheibe entspringen. Bei Beun-ruhigung werden die Tentakeln verkürzt und der obere Rand des Mauer-blattes durch den Sphinkter über ihnen und der nervenreichen Mund-scheibe zusammengezogen. Anemonia equina L. Adamsia palliata Fori).,bekannt durch die Symbiose mit dem Einsiedlerkrebs Pagurus Prideauxi.

IL Unterordnung. Antipatharien. Die Tiere haben wie dieGorgonien eine schwarze, hornige, verästelte Achse, überzogen vonCönenchym, in welchem kleine Polypen mit rudimentären Septen sitzen ;durch ihre schlauchförmigen Tentakeln sind sie als Hexacorallien charak-terisiert. Antipalhes larynx Bllis.

III. Unterordnung. Sclerodermen. Diese umfangreichste Gruppeder Anthozoen zeichnet sich durch die ganz vorzügliche Entwicklungdes Kalkskeletts aus. Stets sind Theca und Septen vorhanden, meistColumella, Pali und Dissepimente, sehr häufig Synapticulae und Costae.Selten sind einzellebende Formen, wie die Fungien, Caryophyllien undFlabellcn; meist sind zahlreiche (nicht selten Tausende) Einzeltiere dicht

Fig. 196. Favia cavernosa (nach Klun- Fig. 197. Coeloria arabica (nach Hun-zinger) . zinger).

aneinander gefügt durch Cönenclrym zu Kolonien verbunden, welche ent-weder rasenartige Überzüge oder verästelte Bäumchen bilden. ZwischenKolonien und einzellebenden Formen gibt es alle Übergänge (Fig. 195bis 198). Eine Kolonie entsteht von einem Einzeltier aus durch fort-gesetzte Teilung oder Knospung; wenn die Teilungen nicht zum Abschlußkommen, können sich mäandrisch verschlungene Reihen unvollkommengegeneinander abgesetzter Individuen bilden, wie das bei den Mäandrinender Fall ist, bei denen es gar nicht möglich ist, die Zahl der in einerKolonie enthaltenen Tiere zu bestimmen.

Die Eporosen {Cyclo cnemarien) haben ein kompaktes Skelett, weildie die Einzelindividuen verbindenden Gastralkanäle oberflächlich undaußerhalb des Skeletts verlaufen. Die Vermehrung der Septen erfolgt intypischer Weise, indem neue Septen paarweise in den Zwischenfächernzwischen den vorhandenen Septenpaaren entstehen. Zum Teil sind die Tiereeinzellebend: Caryophyllia cyathus Lmx. (Fig. 193), Sclerophyllia mar-i^ariticola Klzgr. (Fig. 192); zum Teil bilden sie verästelte Stöcke:Amphihelia oculata L., die weiße Coralle; zum Teil haben die Stöckedie Gestalt von rasenartigen Überzügen oder Knollen; Cladocora caespi-

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