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Lehrbuch der Zoologie
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Cölenteraten.

gefiedert sind, d. h. ausgerüstet mit 2 Reihen kleiner Ausstülpungen, dievon der Basis nach der Spitze des Tentakels kleiner werden (Fig. 191).Die Tiere ziehen im allgemeinen die großen Meerestiefen dem Aufenthaltan der Küste vor.

I. Unterordnung. Alcyonaceen. Das meist ansehnliche, fleischige,festgewachsene Polypar ist durchsetzt von zahlreichen Kalkstücken, denSclerodermiten, welche aber nicht zu einem zusammenhängenden Skelettverkleben. Alcyonium palmatum Pall.

IL Unterordnung. Gorgoniaceen. Eine fest aufgewachsene, reichverästelte Skelettachse wird von einem Weichkörper überzogen, in densich die zarten Polypen zurückziehen können. Bei den Gorgoninen istdie Skelettachse rein hornig: Gorgonia verrucosa Pall.; bei den Isidinenbesteht sie aus alternierenden Hörn- und Kalkstücken: Isis elongataEsp.; bei den Corallinen ist sie rein kalkig; Corallium rubrum Lam.,Edelcoralle, lebt in Tiefen von ca. 100 m an den Küsten von Algier,Korsika, Sardinien und den Kap-Verdischen Inseln, auf sogen. Corallen-bänken. Der Erlös der besonders von Neapel aus betriebenen Fischereiwird jährlich auf 2 Millionen Francs geschätzt.

III. Unterordnung. Pennatulaceen. Die rein hornige Skelett-achse bleibt unverästelt: ihr Cönosarcüberzug besteht aus einem unterenund oberen Abschnitt; ersterer kann zu einer Blase aufgebläht werdenund gräbt sich locker in den Meeresboden ein; letzterer trägt allein diehäufig zu Fiederblättchen angeordneten Polypen. Pennatula phosphoreaEllis hat wie viele andere Alcyonarien ein intensives Leuchtvermögen.

IV. Unterordnung. Tubiporaceen. Das Skelett besteht aus zahl-reichen Kalkröhren, die wie Orgelpfeifen nebeneinander stehen und durchquere Wände verbunden sind. Tubipora Hemprichi Ehrbg., Orgelcoralle.

"V. Unterordnung. Helioporaceen. Das Skelett ist wie bei manchenHexacorallien eine massive Kalkmasse, in welcher Aushöhlungen für diezahlreichen Polypen enthalten sind. Die Anwesenheit von 6 Scleroseptenwar lange Zeit Ursache, die Tiere für Hexacorallien zu halten. Heho-pora caerulea Blainv.

II. Ordnung. Hexacorallien, Zoantharien.

Für die Hexacorallien sind in erster Linie die schlauchförmigen,nicht gefiederten Tentakeln charakteristisch: erst in zweiter Linie kanndie oben erläuterte sechszählige und paarige Gruppierung der Septen zurCharakteristik benutzt werden. Denn wenn dieselbe auch für die über-wiegende Mehrzahl der Formen gilt, so gibt es doch Ausnahmen vonder Regel. Einerseits kennen wir die achtzähligen, mit gewissen Larven-stadien der Actinien übereinstimmenden Edwardsien, bei denen dietypische Hexacorallienstructur noch nicht erreicht ist, andererseits dieZoantheen, Ceriantheen, Perforaten und Antipatharien, bei denen diesechszählige Anordnung eine wesentliche Abänderung erfahren hat.

I. Unterordnung. Malacodermen, Actiniarien, Seerosen. Diehierher gehörigen Anthozoen sind skelettlose, meist einzelnlebende Tieremit zahlreichen Cyklen von Septen und Tentakeln; sie finden sich inallen Klimaten und in allen Meeresschichten, von der Flutgrenze bis zuden größten Meerestiefen, selten frei schwimmend, meist an Steinen fest-sitzend. Mit Ausnahme der gänzlich unbeweglichen, kolonialen Zoaritheenvermögen die Actinien auf ihrer zum Ansaugen dienenden muskulösen