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Lehrbuch der Zoologie
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Cölenteraten.

Schlundrohr.

besitzen ein gut entwickeltes Mesoderm (Mesogloea); dasselbe ist nament-lich bei den Actiniarieh .ein zellenreiches, den fleischigen Habitus derTiere bedingendes Bindegewebe, während es bei den durch ein Kalk-skelett gestützten Madreporarien meist keine Zellen enthält und keine

größere Mächtigkeit besitzt. Vorallem aber besitzen die Corallen-polypen Einrichtungen, welche denHydroidpolypen fehlen und beimScyphopolypen nur eben angedeutetsind: das Schlundrohr und die mitden Geschlechtsorganen und Mesen-terialfilamenten versehenen Septen.Wir betrachten zunächst dasSchlund röhr und seine Bezieh-ungen zu Mundscheibe und Mund-öffnung. Der Mund liegt im Cen-trum der Mundscheibe, ist abermeist in einer Richtung zu einemOval oder einer Spalte ausgezogen..Man kann daher ein Zeichen fürdie zweistrahlige Symmetrie der Tiere durch ihn zwei für die Architek-tonik des ganzen Corallenpolypen wichtige, aufeinander senkrechte Rich-tungslinien ziehen, eine in der Längsrichtung der Spalte verlaufende sagit-tale (Fig. 185 S S) und eine dazu senkrechte transv.ersale. Von denMundrändern hängt in das Innere des Tieres das Schlundrohr hinab,ein in transversaler Richtung zusammengepreßter Schlauch, der am unterenEnde mit weiter Mündung in den Centralmagen führt (Fig. 183 s). Ent-wicklungsgeschichtlich ist das Schlundrohr ein eingestülpter Teil der Mund-scheibe; es ist daher auf seiner Innenseite mit Ectoderm bekleidet; seineuntere Mündung ist dem Mund der Hydroidpolypen zu vergleichen.

Fig. 185. Antheomorphe elegans.Sagittalachse.

Fig. 186.

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Fig. 187. Paractis exca-vata; ein Teil derKörperwand abpräpaxiert. ms Ringmuskel, kMauerblatt, i Mundsclieibe, s Schlundrohr, srSchlundrinnen, mp Septen, l Fußscheibe.

Fig. 186. Cereus spinosus. KeilförmigeLängsstücke, herausgeschnitten, um den Unter-schied von vollständigen und unvollständigenSepten zu erläutern, h l vollständige Septen I.Ordnung, h"-, h 3 , h* unvollständige Septen IL,III., IV. Ordnung mit Geschlechtsorganen, t 1 (*die zugehörigen Tentakeln, a Acontien, b Mesen-terialfilamente, c Septalstoma, ms Ringmuskel.

septnm. Das Schlundrohr wird in seiner Lage befestigt durch radiale Scheide-

wände, die Septen, welche von Mauerblatt, Fuß- und Mundscheibe aus-gehen und an das Schlundrohr herantreten (Fig. 186 h l ). Die Septen