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Lehrbuch der Zoologie
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IV. Anthozoen.

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taschen abgeteilt wird. Die Geschlechtsorgane werden durch die Septenhalbiert und sind daher in Achtzahl vorhanden. Auch zeigen die Rand-körper ein abweichendes Verhalten, jedoch in jeder der 3 Unterordnungenin verschiedener Weise. Die Stauromediisen haben keine Randkörper,wohl aber meist an den korrespondierenden Stellen 8 kurze Tentakelchen,die interradialen Strecken sind zu Armen ausgezogen, welche mit Büschelnkleiner geknöpfter Tentakeln bedeckt sind. Vor allem sind die Tierewie Scyphopolypen mittelst eines

Fig. 183.

Fig. 184-

Fig. 183.Hatschek).

Fig. 184.Hatschek).

Lucernaria pyramidalis ^aU8Charybdaei marsupialis (aus

Stiels festgewachsen. Lucernariapyramidalis II. (Fig. 183). DieCubomedusen {Charybdea mar-supialis Per. et Les. [Fig. 184])und Peroiuedusen (Perophyllamirabilis H.) sind freischwim-mende typische Medusen undbesitzen 4 Randkörper, die beiden Cubomedusen perradial, beiden Peromedusen interradial ge-stellt sind. Letztere werden viel-fach mit den längere Zeit zuden Discomedusen gestelltenCannostomen zu einer Gruppevereinigt, die wegen einer Kreuz-furche auf der Exumbrella denNamen Coronatea erhalten hat.In der Tat weichen alle Canno-stomen durch die Achtzahl derGeschlechtsorgane und die An-wesenheit der Kathammen vonden Discomedusen ab und stimmenhierin mit den Peromedusenüberein. Andererseits leiten manche Cannostomen" zu den Discomedusendurch den Besitz von 8 Randkörpern über, wie z. B. NaMsithoe albida,die auch durch terminale Knospung von einem parasitisch in Spongienlebenden Scyphostoma erzeugt wird (Stephanoscyphus mirabilis"). Fürandere Cannostomen, bei denen die Zahl der Randkörper zwischen 4und 16 schwanken kann (Atolla), ist eine nähere Verwandtschaft mitDiscomedusen nicht erwiesen.

IV. Klasse.

Anthozoen, Corallentiere.

Die ausschließlich im Meere lebenden und hier hauptsächlich durchdie Cor allen und Seerosen vertretenen Anthozoen sitzen mit wenigenAusnahmen auf dem Boden fest und bilden zumeist individuenreicheKolonien von oft kolossaler Größe. Sie gleichen hierin den Hydroid-polypcn, mit denen sie auch in der Erscheinung der Einzeltiere einegroße Ähnlichkeit haben (Fig. 183). Wie der Hydroidpolyp, so ist auchder Anthozoen- oder Corallenpolyp mit Fußscheibe, Mauerblatt, Mund-scheibe und einem Kranz von Tentakeln, welche an dem Übergang vonMauerblatt und Mundscheibe entspringen, versehen; er unterscheidet sichvon ihm durch die größere Vervollkommnung in der organologi-schen und histologischen Sonderung. Die meisten Corallenpolypen