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Lehrbuch der Zoologie
Entstehung
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218
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Cölenteraten.

körper tragende Lappen. Indem sich die Ephyren somit wesentlich vonMedusen unterscheiden und erst ganz allmählich zu geschlechtsreifenMedusen umgewandelt werden, kombiniert sich der Generationswechselder Scyphomedusen mit einer ausgesprochenen Metamorphose. DieseMetamorphose bleibt erhalten, wenn der Generationswechsel, wie bei Pelagianoctiluca, unterdrückt wird und sich aus dem Ei der Meduse direkt eineEphyra entwickelt, die sich zur geschlechtsreifen Meduse umwandelt.Dagegen scheint es nicht vorzukommen, daß die Medusengeneration aus-fällt, und daß Scyphostomen auf geschlechtlichem Wege Scyphostomenerzeugen.

Fig. 182. Ent-wicklung von Atireliaaurita aus dem Ei.In der ersten ReiheUmbildung der Pla-nula zum Scypho-stoma; darunter Scy-phostomen in Stro-bilation (Abschnü-rung von Ephyren),links ein Scypho-stoma, vom oralenPol gesehen, rechts2 Ephyren in ver-schiedener Lage (Hat-schek).

Die soeben gegebene Schilderung pal.it nur auf einen Teil derScyphomedusen, nämlich die Disconiedusen, welche durch den großenReichtum an Arten und ihre weite Verbreitung frühzeitig allgemeinesInteresse gefunden haben und lange Zeit allein als die Repräsentantender Acraspeden galten; sie zerfallen in 2 Unterordnungen: 1. DieSeinaeostomen zeigen die Ecken des Mundkreuzes in 4 lange, äußerstbewegliche Mundarme ausgezogen, welche wie lange Fahnen aus derGlockenhöhle heraushängen. Aurelia aurita L., Ohrenmeduse der Nord-und Ostsee; Pelagia noctiluca Per. et Les., stark meerleuchtend, Ulmarisprototypus H. (Fig. 180). 2. Die Rhizostoinen haben lange, fast unbe-wegliche, reich verästelte Mundarme; Mundöffnung und Armfurchen sinddurch Verwachsung der Ränder bis auf viele kleine, zum Aufsaugen derNahrung dienende Stomata geschlossen. Rhizostoma pulmo Less., Poly-clonia frondosa L. Ag. (Fig. 181).

Von den Disconiedusen weichen in mehr oder minder auffallenderWeise gewisse Scyphomedusen ab, welche teils als Tiefseebewohner spätentdeckt worden sind, teils wegen ihres abweichenden Äußern überhauptnicht für Scyphomedusen gehalten wurden. Es sind die Stauromeduse.il ,Cubomedusen und Peromedusen; sie haben das Gemeinsame, daß der peri-phere Abschnitt des dem Magen der Discomedtisen entsprechenden Hohlraumsdurch 4 Scheidewände oder gedrungene Verwachsungsstellen (Kathammen),welche den Täniolen des Scyphostoma homolog sind und die Gastral-tentakelchen tragen, in 4 die Geschlechtsorgane beherbergende Gastral-