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Lehrbuch der Zoologie
Entstehung
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III. Scyphozoen.

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dermachse schwillt an ihrem Ende stets zu einem Statolithensäckchenan; im Ectoderm liegt ein dickes Polster von Nervenfasern und Ganglien-zellen, ab und zu auch ein Pigmentfleck, ein einfachstes Auge. Minderdeutlich ist der Einfluß der Lappung auf die vegetativen Organe. Das Gastro-vascularsystem beginnt mit der kreuzförmigen Mundöffnung; die Eckendes perradial gestellten Kreuzes sind meist in lange, wie Fahnen aus demSchirm herabhängende Mundarme (Fig. 180) verlängert, welche für dasErgreifen der Nahrung viel wichtiger sind, als die häufig verkümmertenRandtentakeln. Interradial, mit dem Mundkreuz alternierend, entwickelnsich im Innern des geräumigen Magens 4 Geschlechtsorgane und 4 Gruppenvon Gastraltentakelchen. Letztere sind in das Magenlumen vorragendeFäden mit Gallertachsen und entodermalem, die Verdauung besorgendemEpithel. Erstere entstehen ebenfalls aus dem Entoderm und sind krausen-artig gefaltete Blätter. Vom Magen entspringt der periphere Teil desGefäßsystems. Bei allen Medusenlarven, den Ephyren (Fig. 179), vielfach

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Fig. 181. Polyclonia frondosa in seitlicher Ansicht, daneben ein Mundarm vonunten, um die Verästelungen zu zeigen; d die Endläppchen, welche die kleinen Öff-nungen tragen, welche in die zum Darm leitende, kanalartig geschlossene Armrinne(.?) führen (nach Agassiz).

auch bei erwachsenen Tieren, verlaufen 8 radiale Taschen zu den 8 Rand-körpern, dazwischen 8 weitere (adradiale) Taschen zu den Tentakeln, fallsletztere vorhanden sind (Fig. 90). Indessen wird diese primitive Anord-nung häufig durch ein kompliziertes Gefäßnetz ersetzt (Fig. 180).

Bei der Darstellung der Fortpflanzung der Scyfihomedusen gehen Entwickwir von den Formen mit Generationswechsel aus (Fig. 182aus dem Ei der Meduse entstandenen Flimmerlarven setzen sich festund werden zu Scyphostomen, welche stets zu terminaler, häufig auchzu lateraler Knospung befähigt sind. Durch laterale Knospung bildensich immer nur neue Scyphostomen, durch terminale dagegen Medusen.Im letzteren Fall entwickelt sich eineStrobila' - : durch mehrere hinter-einander gelegene ringförmige Einschnürungen zerfällt das vordere Endedes Scyphostoma in scheibenförmige Stücke, die Medusenanlagen, welchezunächst noch nach Art eines Tassensatzes ineinander stecken. Nach-einander reifen nun die einzelnen Stücke, lösen sich ab und schwimmenalsEphyren" davon. Die Ephyren haben anfänglich nur 4 Gastral-tentakeln, die abgelösten oberen Enden der Gastralfalten des Scypho-stoma; sie besitzen noch keine Randtentakeln, wohl aber 8 die Sinnes-