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Lehrbuch der Zoologie
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II. Hvdrozoen.

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mende Lebensweise angepaßter Polyp ist. Um die Meduse auf den Polypenzurückzuführen, muß man sich vorstellen, daß die Längsachse des Polypensich verkürzt hat, und daß dadurch sein cylindrischer Körper zur Scheiben-form abgeplattet wurde (Fig. 173, 174), daß ferner die Stützlamelle derFußscheibe und des Mauerblattes zu einer ansehnlichen Gallertschicht ver-dickt worden ist. Dann erklärt sich leicht die Anordnung des Gastro-

Fig 173. Schematischer Längsschnitt Fig. 174. Schematischer Längsschnitt durchdurch einen Polypen. eine Meduse.

en Entoderm, et, Entodermlamelle durch Zusammenpressen der Magenwand ent-standen, ek Ectoderm, ek l der Exumbrella, ek 2 der Subumbrella, eP des Magens, rRingkanal, s Subumbrella, t Tentakeln, v Velum, x Gallerte, resp. die korrespon-dierende Stützlamelle.

vascularsystems; Magen, Ringkanal und Radialkanäle sind die Reste desHydroidmagens, dessen Hohlraum durch den Druck der Gallerte in dendazwischen gelegenen Partien obliterierte, die Entodermlamelle hinterlassend.Zu diesen Umgestaltungen treten dann als Neubildungen noch die Sinnes-organe und das Velum hinzu.

Fig. 175. Sporosacsin verschiedenem GradMedusen ähnlich. I

Pennaria CavoliniSchwimmglocke undRadialkanäle noch er-halten; WCorynepnsilla,nur noch die Schwimm-glocke; III unten Clavasquamata, noch einRest der Schwimm-glockenanlage ; obenEudcndrium racemo-sum, Schwimmglockenicht mehr angelegt.S Spadix (Magen derMeduse) (schematisiertnach Weismann).

Die Rückführung der Meduse auf den Bau des PolypenEntwiekiimgist für das Verständnis der Entwicklungsgeschichte von Be-deutung. Dieselbe hat gewöhnlich den Charakter eines Generations-wechsels. Aus dem Ei einer Meduse entsteht eine Flimmerlarve, welchesich festsetzt, Mundöffhung und Tentakeln entwickelt und durch fort-gesetzte Knospung ein Hydroidenstöckchen liefert. Das Hydroidenstöck-chen, die „Amme", erzeugt ungeschlechtlich die Geschlechtstiere, die sich

Hertwig, Lehrbuch der Zoologie. 8. Aufl.

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