Zusammenfassuni
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3. Die Excretion erfolgt durch besondere Flüssigkeitsansammlungen,die contractilen Vacuolen.
4. Die Vermehrung erfolgt durch Knospung oder Teilung. Beivielen Protozoen sind Conjugationen beobachtet; zweifellos kommensie allen Protozoen zu. Die echte Conjugation ist ein Befruchtungsprozeß(Caryogamie) im Gegensatz zu den Plasmaverschmelzungen (Plasmogamie).
5. Die Protozoen sind Bewohner des Wassers, einige leben auchin feuchter Luft; in trockener Luft vermögen sie nur im encystiertenZustand auszuharren, innerhalb einer Kapsel, welche das Vertrocknenverhindert.
<i. Da im encystierten Zustand die Protozoen leicht durch den Windverschleppt werden, erklärt sich ihr Auftreten in Infusionen und in Wasser,welches anfänglich keine Tiere enthielt.
7. Die Einteilung der Protozoen in die Klassen der Rhizopoden,Flagellaten, Sporozoen und Ciliaten gründet sich auf die Fort-bewegungsweise.
8. Die Rhizopoden besitzen wechselnde protoplasmatische Aus-läufer, die Pseudopodien.
9. Die Rhizopoden werden eingeteilt in Moneren, Amöbinen,Heliozoen, Radiolarien. Thalamophoren und Mycetozoen.
10. Amöbinen und Moneren haben beide eine unbestimmte Körper-gestalt und unterscheiden sich voneinander, indem erstere einen Kernbesitzen, letztere kernlos sind.
11. Heliozoen und Radiolarien haben eine kugelige Körpergestalt,feine, radial ausstrahlende Pseudopodien und häutig Kieselskelette; sieunterscheiden sich voneinander, indem die Radiolarien eine Central-kapsel besitzen, die den Heliozoen fehlt.
12. Thalamophoren (Foraminiferen) haben eine Schale, welchean einem Ende blind geschlossen, am anderen Ende zum Durchtritt derPseudopodien geöffnet ist; im übrigen ist die Schale rein chitinös oder mitkohlensaurem Kalk imprägniert, einkammerig oder vielkammerig, geradegestreckt oder spiral eingewunden, fest gedichtet oder von kleinen Öff-nungen durchbohrt; die Pseudopodien sind manchmal lappig, häufigerfadenförmig, verästelt, anastomosierend.
13. Durch ihre Schalen und ihr massenhaftes Auftreten haben dieThalamophoren große geologische Bedeutung, indem sie mächtigeAblagerungen gebildet haben (Kreide. Nummulitenkalke) und noch bilden.Von geringerer Bedeutung sind die Kieselskelette der Radiolarien.
14. Mycetozoen (Myxomyceten der Botaniker) sind meist riesigeAmöben mit netzförmig verästeltem Protoplasma (Plasmodien); sie bildenkomplizierte, an die Pilze erinnernde Fortpflanzungskörper (Sporenblasenund Carpome).
15. Die Flagellaten besitzen einen oder wenige lange, schwingendeFortsätze, welche zur Fortbewegung und zum Herbeistrudeln der Nahrungdienen, die Geißeln.
Kl. Die Auioflagellaten haben 1 oder mehrere Geißeln, sie er-nähren sich wie Pflanzen mittelst Chlorophylls {Volvocineen) oder habenzur Aufnahme der Nahrung eine Mundöffnung oder ein Collare (CJwano-flagcllaten).
17. Dinoflagellaten haben zweierlei Geißeln und meist einen ausCellulose bestehenden Panzer.
18. Cystoflagcllatcn sind Flagellaten mit einem von einer festenMembran umschlossenen Gallertkörper {Noctiluca, Meerleuchte).
Hertwisr, Lehrbuch der Zoologie. 8, Aufl.
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