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Lehrbuch der Zoologie
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Protozoen.

man eine progame, mit Autoinfektion gepaarte und eine metaganie, dieÜbertragung auf andere Tiere vermittelnde Fortpflanzung. Die in dieBlutkörperchen eingedrungenen Parasiten (Fig. 144, 1 3) wachsen heranund teilen sich, wobei ein aus zersetztem Blutrot entstandener Pigment-haufen ausgeschieden wird (Gänseblümchenform). Die Teilprodukte werdendurch Zerfall der Blutkörperchen frei (Fieberanfall) und infizieren andereBlutzellen. So kann die Autoinfektion lange Zeit fortgehen, bis die indie Blutkörperchen eingewanderten Hämamöben, ohne sich zu teilen, zudenHalbmonden" heranwachsen (4); diese runden sich entweder zuMacrogameten (5) ab oder liefern 8 Microgameten (6). Die Copulationderselben scheint nur einzutreten, wenn sie in den Darm blutsaugenderMücken geraten. Der befruchtete Macrogamet, derOokinet", wandertin die Darmwand der Mücke, vergrößert sich enorm, encystiert sich undliefert viele hüllenlose Sporoblasten. Aus jedem Sporoblast entwickelnsich zahlreiche Sporozoiten, welche auswandern, in die Speicheldrüsender Mücken gelangen und durch den Mückenstich in das Blut desMenschen wieder eingeimpft werden. Für die Malariaparasiten des Menschenscheinen vorwiegend Arten der Gattung Anopheles (nicht Culex pipiens)als Zwischenwirt zu dienen. Da Mückenlarven in Sümpfen am bestengedeihen, da ferner die Entwicklung der Parasiten in der Mücke eineTemperatur über 20° C. verlangt, erklärt sich die Verbreitung der Malariain sumpfigen Gegenden wärmerer Länder. Die verschiedenen Arten derMalaria scheinen durch verschiedene Parasiten bedingt zu sein. Plas-modium (Haemamoeba) malariae Lav., PI. praecox Gr. e. Fei., erstereUrsache derQuartana", letztere des perniziösen Wechselfiebers. Zuden Hämosporidien, vielleicht aber auch zu den Trypanosomen gehörtBabesia (Piroplasmd) bigemina, Ursache des Texasfiebers der Rinder,welches durch eine Zecke Boophilus bovis übertragen und in dieser durchdie Eier auf die nächste Generation übertragen wird. Babesia bovis,durch Ixodes reduvius übertragen, erzeugt die Hämoglobinurie der Rinder.

IV. Ordnung, Myxosporidien.

Die Myxosporidien (Fig. 145) sind meist große, oft mit bloßemAuge wahrnehmbare Körper, welche besonders in Fischen und Arthro-poden gefunden werden. Wo sie in Hohlorganen auftreten, sind sie nackt

Fig. 145. Fig. 146.

Fig. 145. Myxospori-dien. 1 Myxidhini Lieber-kühni; 2 und 3 Psoro-spermien von MyxobolusMülleri. n eine früherals Kern gedeutete Ya-euole, k Kerne in Rück-bildung, p nesselkapsel-artigePolkörper,bei2mitausgeschnellten Fäden.

Fig. 146. Sarcocystismiescheriana aus demZwerchfell eines Schwei-nes (nach Bütschli). bs

Hülle, sp Sporenkugeln.