III. Sporozoen.
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ist eine bandförmige Ausstülpung der Körpermembran mit einem quer-gestreiften muskulösen Inhalt; er bewegt sich langsam schwingend hinund her. Die Noctilucen vermehren sich durch einfache Querteilung(progame Vermehrung) und außerdem' durch Schwärmerbildung (meta-game [?] Vermehrung). Behufs letzterer sollen zwei Tiere miteinanderunter Verlust der Tentakeln, Flagellen und Cytostome conjugieren. Nachdemeine wechselseitige Kernbefruchtung stattgefunden hat (?), gehen sie wiederauseinander; es sammelt sich jetzt in jedem Tier das Protoplasma zueiner Scheibe, welche durch successive Teilungen in zahlreiche einkernige,ovale Keimlinge zerfällt. Diese sitzen zunächst noch der Gallertkugelauf, später lösen sie sich ab und ergebenkleine Geißelschwärmer, über deren wei-teren Verbleib bisher keine Sicherheiterzielt worden ist (Fig. 140 B — D).
Leptodiscus medusoides (Fig. 141)hat vollkommen die Gestalt zarter, 1 bis1,5 mm großer Medusen. Die Gallert-scheibe seines Körpers ist auf der Ober-fläche von einer Membran bedeckt. Amhöchsten Punkt der Glockenwölbung liegteine Protoplasmaanhäufung mit einemeinzigen Kern; von derselben geht einer-seits ein zur Mundöffnung ziehender Strangaus, andererseits ein Kanal, welcher anseinem Ende ein feines Flagellnm trägt.Die Tiere schwimmen äußerst schnellwie Medusen durch Zusammenklappenihres Schirms, was durch zarte, auf der Fig. 141. Leptodiscus medusoides
concaven Seite verlaufende Muskelfasern auf d ° m °P* is , chon Durchschnitt und
, ,. . . 0 . , i. i /- j von der i lache gesehen, f Geißel,
bedingt wird. Sehr ähnlich Lraspedo- m Mundöffnung, « Kern, o Zuleitung
tella plleolus Kofoid. zum Mund, p Protoplasmastrang.
III. Klasse.
Sporozoen.
Als Sporozoen bezeichnet man Protozoen, welche ausschließlichparasitisch leben und durch diese Lebensweise in ihrer Ernährung, Fort-bewegung und Fortpflanzung in hohem Maß und in sehr ähnlicher Artbeeinflußt sind. Sehr viele Sporozoen schmarotzen, solange es ihre Größeihnen gestattet, in Zellen („Cyfosporidien"); da sie, auch nachdem sie dieWirtszelle verlassen haben, nicht von geformter, sondern nur von flüssigerNahrung leben, fehlen alle Einrichtungen zur Nahrungsaufnahme (keinCytostom, keine Pseudopodien), sogar in den nicht seltenen Fällen, indenen der Körper von einer Cuticula überzogen ist. Desgleichen fehlenin der Regel besondere Einrichtungen zur Fortbewegung. Das ge-legentliche Auftreten amöboider Beweglichkeit oder von Geißeln sprichtfür eine nahe Verwandtschaft mit Rhizopoden und Flagellaten, so daßes schwer fällt, scharfe Grenzen gegen beide ihrerseits wieder untereinandernahe verwandte Klassen zu ziehen. Sehr enge Beziehungen ergeben sichbesonders zwischen Hämosporidien und parasitischen Flagcllaten ( Trypano-somen). Sporozoen sind somit parasitisch umgewandelte Rhizopoden oder